Belgien fährt zur WM 2018 - WM 2018

05.09.2017 17:30
Bei der Europameisterschaft 2016 galt Belgien bereits als Geheimfavorit, blieb im Turnier dann aber hinter den Erwartungen zurück. In der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2018 in Russland agierten die Belgier dann deutlich souveräner: Nach acht von zehn Spieltagen ist die Mannschaft in ihrer Gruppe uneinholbar vorne und fährt damit sicher zur WM nach Russland.

In acht Spielen ging Belgien bislang sieben Mal als Sieger vom Platz und spielte nur einmal unentschieden - gegen Griechenland. Im zweiten Aufeinandertreffen mit den Griechen konnten die Belgier nun mit 2:1 gewinnen. Beeindruckend: 35 Toren auf der Habenseite stehen nur drei Gegentreffer gegenüber, allerdings hatte Belgien mit Zypern, Gibraltar und Estland auch Gegner, die nicht gerade als Abwehrbollwerke glänzten.

Für Belgien ist es nun die 13. Teilnahme an einer Weltmeisterschaft. Nachdem die Qualifikation 2006 und 2010 verpasst wurde, war man 2014 bei der WM in Brasilien vertreten. In der Vorrunde konnte Belgien seinerzeit mit drei Siegen glänzen, im Viertelfinale war dann aber gegen den späteren Finalisten Argentinien Schluss. Die bislang beste Platzierung bei einer Weltmeisterschaft erzielte Belgien bei der WM 1986 in Mexiko. Seinerzeit scheiterte man im Halbfinale am späteren Weltmeister Argentinien mit Superstar Diego Maradona und wurde am Ende Vierter.

Der aktuelle Erfolg von Belgien überrascht nicht. Die Mannschaft ist gespickt mit Spitzenspielern. Das beginnt schon im Tor. Dieses wird gehütet von Thibaut Courtois, der zwischen den Pfosten des FC Chelsea steht. Ebenfalls in England erfolgreich sind Toby Alderweireld, Jan Vertonghen und Moussa Dembele (alle Tottenham), die Mittelfeld-Stars Marouane Fellaini (Manchester United) und der aus der Bundesliga bekannte Kevin De Bruyne (Manchester City) sowie Romelu Lukaku (Manchester United).

Auch die anderen belgischen Spitzen-Spieler sind in europäischen Spitzen-Clubs in Lohn und Brot: Thomas Vermaelen steht beim FC Barcelona unter Vertrag, ist derzeit aber an den AS Rom ausgeliehen, Thomas Meunier spielt für Paris St. Germain, Yannick Carrasco bei Atletico Madrid und Dries Mertens beim SSC Neapel - das heißt auch: Im Startaufgebot der belgischen Nationalelf stand im vergangenen Qualifikationsspiel zur WM gegen Griechenland kein einziger Akteur, der bei einem belgischen Klub unter Vertrag steht.

Bei Weltmeisterschaften traf Deutschland bislang zwei Mal auf Belgien: 1934 gewann Deutschland mit 5:2 im Achtelfinale und 60 Jahre später bei der WM in den USA 1994 mit 3:2 - ebenfalls im Achtelfinale.