Confed Cup 2013 - Blatter zieht positive Bilanz - WM 2018

Confed Cup 2013 - Blatter zieht positive Bilanz - WM 2018

05.07.2013 05:04:01

Der Confederations-Cup 2013 ist Geschichte. Das Turnier, das von der Allgemeinheit gerne als Generalprobe für die Weltmeisterschaft bezeichnet wird, fand mit einem Traumfinale einen würdigen Abschluss: Der amtierende Welt- und Europameister Spanien trat als Favorit gegen den Gastgeber Brasilien an. Die „Selecao“ zeigte sich jedoch in Bestform und gewann gegen die schwachen Iberer verdient mit 3:0.

Sportlich gesehen war das Turnier ein Erfolg für das Team von Trainer Luiz Felipe Scolari, die Schattenseiten der vergangenen Wochen wurden von der FIFA hingegen unter den Tisch gekehrt. Mit Beginn des medialen Interesses stieg auch der Drang der brasilianischen Bevölkerung, auf die Missstände im Land aufmerksam zu machen. „Ordem e progresso“ ist auf der Flagge der Südamerikaner zu lesen, von Glaube und Arbeit allein profitieren die Brasilianer jedoch schon länger nicht mehr. Viele Menschen in Brasilien kämpfen um ihre Existenz, nicht umsonst gilt bis heute für viele Jugendliche der Vorsatz: Durch den Fußball hat man die Möglichkeit, den „Favelas“ zu entkommen und sich eine Existenz aufzubauen.

Doch anstatt in die Bildung und das Gesundheitswesen zu investieren, stellte die Präsidentin Dilma Rousseff dreistellige Millionenbeträge für neue Stadien und die dazugehörige Infrastruktur zur Verfügung. FIFA-Präsident Joseph Blatter, der sich in Expertenkreisen seit Jahren gegen viele Kritiker behaupten muss, sprach in einer abschließenden Pressekonferenz nach dem Confed-Cup von einer rundum gelungenen Veranstaltung, aus der das Volk Brasiliens als großer Gewinner hervorginge. Als neutraler Beobachter muss man sich daher fragen, ob der Boss des globalen Fußballs die Probleme im Land nicht sieht oder vielmehr nicht sehen will.

Ein knappes Jahr bleibt nun noch bis zur Fußball-Weltmeisterschaft 2014 am „Zuckerhut“. Es ist die erste Endrundenentscheidung in Südamerika seit 1986. Die Stadien werden bis dahin entgegen vieler Erwartungen fertiggestellt sein, ob das Land und sein Volk jedoch auch bereit sind, die größte Sportveranstaltung der Welt auszurichten, bleibt abzuwarten.