Confed Cup: Schaulaufen für die WM? - WM 2018

25.04.2017 21:00
Im Juni findet in Russland der Confed Cup statt. Neben dem Gastgeber Russland und sechs weiteren Teams ist auch die Deutsche Nationalmannschaft als amtierender Weltmeister bei dem Turnier dabei. Für den WM-Ausrichter Russland kann das Turnier als Generalprobe für die Organisation genutzt werden. Spieler der einzelnen Teams können den Confed Cup bereits zum Schaulaufen nutzen, um sich für höhere Aufgaben während der WM zu empfehlen.

Einige Spieler wie Neuer, Hummels, Boateng, Mustafi, Khedira, Kroos oder Mustafi scheinen für die WM 2018 in Russland bereits gesetzt zu sein, wenn ihnen im kommenden Jahr keine Verletzung dazwischen kommt. Für sie dürfte der Confed Cup weniger ein Schaulaufen darstellen als für junge Spieler oder für gestandene Profis, die in der Nationalmannschaft zuletzt nicht berücksichtigt wurden. Das gilt aktuell insbesondere für den Bremer Max Kruse.

Der Aufschwung von Werder Bremen in den vergangenen Wochen ist ganz eng mit dem Stürmer verbunden. Von den letzten zehn Spielen hat Bremen keins verloren; Kruse fehlte nur in einem Spiel verletzungsbedingt und erzielte bei seinen neun Einsätzen neun Tore - davon allein alle vier Treffer beim Sieg gegen Ingolstadt. Nachdem Max Kruse verletzt in die Saison gestartet war, spielt er erst seit dem elften Spieltag und traf seither insgesamt 13 Mal. Das lässt auch Bundestrainer Jogi Löw aufmerken, der daher zuletzt äußerte, dass Kruse eine Option für den Confed Cup darstelle.

Max Kruse habe an seiner professionellen Einstellung gearbeitet. Das spiegelt sich in den Leistungen im Verein wieder. Bislang stand Kruse 21 Mal im Kader der Nationalmannschaft. Seit Herbst 2015 wurde er jedoch von Löw nicht mehr berücksichtigt, nachdem er im privaten Umfeld häufiger unprofessionell aufgefallen war. Die Leistungen nach seinem Wechsel von Wolfsburg nach Bremen sprechen nun aber wieder für Max Kruse. Das ist auch deshalb relevant, da Deutschland in der Sturmspitze nicht so gut aufgestellt ist wie in anderen Mannschaftsteilen. Nach dem Aus von Miro Klose gibt es in der Nationalmannschaft neben Mario Gomez keinen weiteren klassischen Stürmer - das ist auch Kruse nicht; der dennoch für eine zusätzliche Torgefahr sorgen könnte: Beim Confed Cup und vielleicht auch bei der WM 2018 in Russland.

Der Confed Cup wird vom 17. Juni bis zum 2. Juli gespielt. Acht Teams bestreiten zunächst ihre Gruppenspiele in zwei Vierergruppen. In Gruppe A sind das Gastgeber Russland, Europameister Portugal, Mexiko und Neuseeland. In Gruppe B spielt Deutschland gegen Kamerun, Chile und Australien. Der Confed Cup wird auch live im TV gezeigt. Wer die deutschen Spiele sehen möchte, sollte sich schon einmal die Termine notieren: Die Nationalelf spielt am 19. Juni um 17.00 Uhr gegen Australien, am 22. Juni um 20.00 Uhr gegen Chile und am 25. Juni um 17.00 Uhr gegen Kamerun.