Der Kader für das Projekt Titelverteidigung steht - WM 2018

04.06.2018 20:00
Nun ist es amtlich. Die 23 Spieler, die für Deutschland zur WM fahren werden, stehen fest - und damit auch diejenigen, die nicht mit zum Turnier nach Russland fahren werden. Die 1:2 Niederlage im letzten Testspiel gegen Österreich war vor allem für eines gut: Es zeigte sich, dass Manuel Neuer fit und in guter Form ist. Nachdem die Ärzte ebenfalls grünes Licht für die Nominierung gegeben haben, wird Neuer zum dritten Mal als Nummer eins zu einer Weltmeisterschaft fahren. Als weitere Torhüter sind Marc-André ter Stegen vom FC Barcelona und Kevin Trapp von Paris St. Germain mit dabei. Bernd Leno wurde damit aus dem Kader gestrichen.

In der Abwehr trifft es Jonathan Tah, Mannschhaftskollege von Leno bei Bayer Leverkusen: Das war irgendwie abzusehen. Tah wurde als Backup nominiert, falls die Aduktorenlverletzung von Jerome Boateng doch schlimmer ausgefallen wäre. Nun signalisiert Boateng volle Einsatzbereitschaft für die WM, ebenso wie Mats Hummels - da braucht es mit Antonio Rüdiger und Niklas Sühle nur noch zwei Backup-Spieler für die Innenverteidigung. Anders als Matthias Ginter - der sich durchaus zu den Streichkandidaten zählen durfte - kann Tah jedoch kaum auf der Außenbahn eingesetzt werden, damit entscheidet sich Jogi Löw für mehr Vielseitigkeit in der Abwehr und somit für Ginter.

Am meisten überrascht haben die Entscheidungen in der Offensivabteilung: Leroy Sané von Manchester City bleibt ebenso zu Hause wie Nils Petersen vom FC Freiburg. Während Sané in Manchester aufgeblüht ist und sich zu einem echten Star entwickelt, konnte er in der Nationalelf bislang nie zünden - auch zuletzt gegen Österreich blieb er hinter den Erwartungen. Also entschied sich Jogi Löw lieber für Julian Brandt, bei dem wohl eher einschätzen kann, was er erwarten darf und letztlich auch bekommt.

Dass Nils Petersen überhaupt nominiert wurde, war schon eine Überraschung. Viele hätten es dem Freiburger gegönnt, mit nach Russland zu fahren. Für ihn kam die Nominierung aber wohl zu überraschend, dass er sich nicht mehr auf der Niveau der Nationalmannschaft einstellen konnte. Mit Timo Werner und mit Mario Gomez setzt Jogi Löw damit auf zwei unterschiedliche Stürmertypen, wobei Werner eher gesetzt sein dürfte, während Gomez dann Einsatz finden dürfte, wenn die Brechstange im Strafraum gefragt ist.

Am 8. Juni bestreitet die Nationalmannschaft den letzten Test vor der WM - dann geht es gegen Saudi-Arabien. Am 12. Juni reist die Mannschaft dann nach Russland und bestreitet dort am 17. Juni das erste Spiel bei der WM 2018 in Russland gegen Mexiko. Im Kader finden sich dann folgende Spieler:

Im Tor: Manuel Neuer (Bayern München), Marc-André ter Stegen (FC Barcelona), Kevin Trapp (Paris St. Germain) Abwehr: Jerome Boateng, Mats Hummels, Joshua Kimmich, Niklas Süle (alle FC Bayern), Matthias Ginter (Borussia Mönchengladbach), Jonas Hector (1. FC Köln), Marvin Plattenhardt (Hertha BSC Berlin), Antonio Rüdiger (FC Chelsea) Offensiv: Thomas Müller, Sebastian Rudy (beide FC Bayern), Julian Brandt (Bayer Leverkusen), Mario Gomez (VfB Stuttgart), Leon Goretzka (Schalke 04), Marco Reus (Borussia Dortmund), Timo Werner (RB Leipzig), Julian Draxler (Paris St. Germain), Ilkay Gündogan (Manchester City), Sami Khedira (Juventus Turin), Toni Kroos (Real Madrid) und Mesut Özil (FC Arsenal)