Die Gruppen des Confed Cups in der Vorschau - WM 2018

Die Gruppen des Confed Cups in der Vorschau - WM 2018

30.11.2016 22:00:00
Am Freitag, den 25.11.2016, war es soweit. Bundestrainer Jogi Löw und Oliver Bierhoff waren extra zur Auslosung der Gruppeneinteilung des Confed-Cups in Kasan gereist, so wie viele seiner Amtskollegen. Die Losfee war Jelena Issinbajewa, ihres Zeichens Koryphäe im Stabhochsprung aus Russland. Dabei war von vorneherein klar, dass der Teilnehmer aus Afrika erst Anfang 2017 ermittelt werden wird. Folgende Gruppenaufteilung ergab sich also.

Gruppenaufteilung beim Confed-Cup 2017

Russland war ohnehin im Vorhinein als Kopf der Gruppe A gesetzt. Auch ansonsten setzte man die in der Weltrangliste besseren Teams von Russland, Deutschland, Chile und Portugal in Topf 1, die übrigen Teams in Topf 2, was dann diese Konstellation zur Folge hat.

Gruppe A
Russland
Neuseeland
Portugal
Mexiko

Gruppe B
Afrikameister 2017
Chile
Australien
Deutschland

Beim Afrika-Cup kann immer - mehr oder weniger - alles passieren, sodass hier kaum Voraussagen zu treffen sind, wer schließlich die afrikanischen Farben in Russlands Sommer 2017 vertreten wird. Dennoch lässt sich Grundsätzliches zu diesem Turnier, bzw. zum erwarteten Verlauf in den beiden Gruppen einschätzen.

Große Frage: Mit welchem Personal reist Deutschland an?

Weltmeister Deutschland ist anders noch als nach dem Titelgewinn in Rio de Janeiro nach der Europameisterschaft nicht in ein Loch voller Trägheit gefallen. So stark der mehrfache Sieger der Copa America, Chile auch sein mag, in Gruppe B muss man die deutsche Mannschaft zum Favoriten benennen. Allerdings bleibt die Einschränkung, dass man nicht weiß, mit welchem Kader der DFB anreisen wird. Einige Spieler sollen eine Pause erhalten. Ohne Stars wie Mesut Özil oder Thomas Müller ist auch eine deutsche Auswahl schwächer als mit ihnen.

Anders sieht es bei Portugal aus, wo man schon angekündigt hat, mit der bestmöglichen Elf anzutreten. Das heißt auch mit Superstar Cristiano Ronaldo, der nach dem Gewinn der EM mit seiner Nationalmannschaft weiter heiß darauf bleibt, diese auch international zu vertreten. Im Prinzip wäre die deutsche Mannschaft auch dem Europameister überlegen. Gegen eine B-Auswahl der Deutschen könnte Portugal dann im Halbfinale oder Finale zu stark sein.

Australien und Neuseeland fallen etwas ab

Ebenfalls nie zu unterschätzen ist Mexiko, das an guten Tagen mit den ganz Großen des Weltfußballs mithalten kann - aber eben nicht immer einen guten Tag hat. In seiner Gruppe könnte es an Portugal und Russland scheitern, für Neuseeland bleibt trotz einer gewissen Entwicklung im Fußball nur wenig Hoffnung auf ein Weiterkommen.

Auch die Australier haben eine sehr gute Entwicklung genommen, sind schon kein Entwicklungsland im Weltfußball mehr. Nicht umsonst ist man zuletzt Dauergast bei Weltmeisterschaften und natürlich auch amtierender Asienmeister. Doch hier liegt auch die Krux bei den Chancen der Australier: der asiatische Fußball hinkt dem europäischen und südamerikanischen immer noch ein wenig her. Allerdings haben die Australier Kampfgeist ohne Ende. Vielleicht klappt es doch mit einer Überraschung.
Im Normalfall sollte aber der Titelträger zwischen Deutschland, Chile und Portugal ausgespielt werden. Russlands Leistungen waren in den letzten Jahren viel zu unkonstant. Auch wenn man seinem Heimpublikum sicher etwas bieten will: Favorit sind die Russen auch im eigenen Land bei diesem Confed-Cup nicht.