Die WM-Qualifikation in Nord- und Südamerika - WM 2018

11.10.2017 23:00
In Südamerika war Brasilien bereits sehr früh für die Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2018 in Russland qualifiziert. In der Nord- und Mittelamerika-Qualifikation hatte Mexiko sehr früh das Ticket für die Teilnahme an der WM gebucht. Alle anderen Teams schafften es erst auf den letzten Drücker am vergangenen Spieltag - überraschend: In Südamerika hat es der Confed Cup-Finalist Chile nicht geschafft, sich für die WM zu qualifizieren. In Nord- und Mittelamerika ist die USA gescheitert.

Aus Südamerika sind neben Brasilien noch Uruguay, Argentinien und Kolumbien direkt für die WM qualifiziert. Peru schafft es immerhin in die Playoffs, während die Spieler aus Chile und Paraguay bis zuletzt zwar noch auf die WM-Teilnahme hofften, sie am Ende aber verzockten. Der Reihe nach: Brasilien ist mit zwölf Siegen, fünf Unentschieden und nur einer Niederlage sehr sicher für die WM qualifiziert. Bei Uruguay hatte es sich abgezeichnet, dass die Mannschaft alle Chancen selbst in der Hand hat - und sie hat sie genutzt und mit einem Unentschieden und einam Siegen in den letzten zwei Spielen alles klar gemacht.

Dass Argentinien als Gruppendritter sicher mit zur WM fährt, war nicht immer selbstverständlich. Nach 17 von 18 Spieltagen stand die Mannschaft nicht einmal auf einem Play Off-Platz. Einen Platz, der die direkte Qualifikation bedeutet, hatte der WM-Finalist von 2014 zuletzt nach dem 13. Spieltag inne. In der letzten Partie zeigte Superstar Messi, dass er offensichtlich zwingend zur WM will: Er erzielte alle drei Tore beim 3:1-Erfolg gegen Ecuador. Kolumbien reichte im letzten Spiel ein Unentschieden gegen Peru, um sich den vierten und damit letzten direkten Qualifikationsplatz für die WM zu sichern. Für Peru reichte das Unentschieden immerhin noch, um sich für die Playoffs zu qualifizieren. Punktgleich mit Peru aber mit einem um zwei Tore schlechteren Torverhältnis ist Chile in der Qualifikation gescheitert. Paraguay wird wohl auch mit dem Schicksal hadern: Venezuela gewann nur zwei von 18 Spielen in der gesamten WM-Qualifikation - davon aber ausgerechnet das Spiel am letzten Spieltag gegen Paraguay. Hätte Paraguay das Spiel auf eigenem Platz gewonnen, hätte man es zumindest in die Playoffs geschafft.

Aber von einem “Hätte” kann man sich wenig kaufen. Das denkt man sich derzeit wohl auch in den USA. Hätte man am letzten Spieltag nicht gegen den Tabellenletzten Trinidad & Tobago verloren, sondern gewonnen, dann würde man im nächsten Sommer die WM in Russland spielen. Die Chance ist nun vertan. Die direkten Tickets sicherten sich Costa Rica und Panama - Panama ist damit zum ersten Mal bei einer WM vertreten. Durch einen Sieg am letzten Spieltag gegen den Gruppenersten Mexiko schaffte es Honduras immerhin noch in die Playoffs.

Peru wird in den Playoffs nun gegen Neuseeland antreten müssen. Neuseeland hatte sich in Hin- und Rückspiel gegen die Salomonen für die Teilnahme an den Playoffs qualifiziert. Honduras trifft auf Australien, das sich in Hin- und Rückspiel gegen Syrien letztlich im Elfmeterschießen die Teilnahme an den finalen Playoffs sicherte.

Südamerika


direkt qualifiziert sind:
Brasilien
Uruguay
Argentinien
Kolumbien

in den Playoffs spielt:
Peru

Nord- Miitelamerika und Karibik


direkt qualifiziert sind:
Mexiko
Costa Rica
Panama

in den Playoffs spielt :
Honduras