Hummels weiter fraglich - WM 2018

Hummels weiter fraglich - WM 2018

18.06.2014 20:15:51
Nach dem überragenden Auftakt am Montagabend gegen Portugal richtete sich der Blick des DFB-Teams schnell wieder nach vorne. Kommenden Samstag bestreitet die Nationalmannschaft ihr zweites Gruppenspiel in Fortaleza gegen Ghana (21 Uhr). Die „Black Stars“ stehen nach der Pleite gegen die USA bereits mit dem Rücken zur Wand, würden bei einer Niederlage wohl die Koffer packen müssen.
„Wir dürfen uns von dem 4:0 nicht blenden lassen“, sagte Torhüter Manuel Neuer, der nach seiner Verletzung bewies, dass er wieder bei 100 Prozent ist. „Was bringt mir dieser oder jene Rekord, wenn wir am Ende wieder vorzeitig nach Hause fahren müssen?“, antwortete Thomas Müller den Journalisten, die ihn nach seinem Hattrick mit Lobeshymnen überhäuften. Mats Hummels musste, nachdem er einen Schlag auf das Knie bekommen hatte, vorzeitig vom Feld, zeigte sich nach dem Spiel opitimistisch: „Bis jetzt fühlt es sich nicht so an, als ob die WM für mich gelaufen ist. Ein gewisses Risiko besteht aber“, so der 25-Jährige, der zur Vorsicht mit dem Helikopter in eine Klinik gebracht wurde. Diagnose: Eine Prellung im rechten Oberschenkel samt einer Einblutung in der Muskulatur. Bundestrainer Joachim Löw wird seine Viererkette, die gegen Portugal aus vier gelernten Innenverteidigern bestand, also eventuell umbauen müssen.
Auch Jérôme Boateng flog am Dienstag nach Eunapolis. Dort wurde ein MRT erstellt. Er zog sich bei einem Sturz einen Teilabriss des Seitenbandes des rechten Daumens zu. Keine Verletzung, die seine weitere Teilnahme am Turnier gefährdet. Boateng muss sechs Wochen lang eine Schiene tragen, mit der er jeweils nach Zustimmung des Schiedsrichters spielen kann.
Sollte Hummels gegen Ghana nicht auflaufen können, wird Boateng wohl wie in der Schlussphase gegen Portugal innen verteidigen. Rechts könnten Shkodran Mustafi oder Kevin Großkreutz beginnen. Rückt Kapitän Philipp Lahm nach rechts, stünde wohl Bastian Schweinsteiger vor seinem Debüt am Zuckerhut. So oder so – bei diesem luxuriösen Kader wird Joachim Löw eine schlagkräftige Elf aufs Feld schicken, die Ghana die Heimreise beschert, wenn sie die Leistung vom Portugal-Spiel wiederholen kann.