Lahm und Schweinsteiger zurück auf dem Platz - WM 2018

27.05.2014 10:38
Foto: By Steindy (talk)
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via Wikimedia Commons

Seit knapp einer Woche ist der DFB-Tross nun schon im Trainingslager in St. Leonhard um sich auf die WM 2014 in Brasilien vorzubereiten. 26 Spieler schwitzen und ackern für ihr großes Ziel, den Titel. Drei Profis werden am Montag aber die Heimreise antreten müssen, wenn Bundestrainer Jogi Löw seinen endgültigen Kader bei der FIFA meldet.
Dieser zeigte sich am Tag der offenen Tür optimistisch: „Die Bedingungen hier im Passeiertal sind perfekt, es war die richtige Entscheidung, hierher zu kommen. Alle arbeiten gut mit. Manchmal entsteht in den Medien der Eindruck, dass wir hier ein Lazarett haben. Das ist aber nicht der Fall, fast alle Spieler sind voll belastbar“, so der 54-Jährige. Die Betonung liegt auf fast, denn nach wie vor können die Leistungsträger Manuel Neuer (Kapseleinriss im Schultereckgelenk), Bastian Schweinsteiger (Reizung der Patellasehne) und Kapitän Philipp Lahm (Kapseleinriss im Sprunggelenk) nicht am Mannschaftstraining teilnehmen. „Die Physios geben ihr letztes Hemd, damit ich schnellstmöglich wieder zwischen den Pfosten stehen kann“, so Neuer. Während beim Stammtorhüter noch keine Rückkehr auf den Platz in Sicht ist, haben seine beiden Münchner Vereinskameraden am Dienstagvormittag eine individuelle Laufeinheit auf dem Platz absolviert. Löw: „Bis zur WM werden alle drei fit sein, da habe ich keinen Zweifel. Das ist auch die Aussage der Ärzte.“
Ob das FCB-Trio im Passeiertal überhaupt noch am normalen Trainingsbetrieb teilnimmt, steht also in den Sternen. Hinzugekommen ist nun auch Champions League Sieger Sami Khedira. Der Madrilene wirke laut Löw „von Woche zu Woche physisch stärker.“ Der 27-jährige Ex-Stuttgarter: „Bis zum Turnierbeginn haben wir noch zwei, drei Testspiele. Da werde ich mir meinen Spielrhythmus holen, um gegen Portugal voll da zu sein.“
Bis Samstag weilt die DFB-Delegation noch in Südtirol, reist dann nach Mönchengladbach, wo am Sonntag das Testspiel gegen die von Volker Finke trainierte Auswahl Kameruns stattfindet. Spätestens am 6. Juni sollte Jogi Löw seine Wunschformation im Test gegen Armenien spielen lassen können. Die Vorbereitung auf die WM 2014 läuft ohnehin schon nicht optimal: Verletzungen, der Eklat um Kevin Großkreutz und nun wurde bekannt, dass Löw wegen Raserei sechs Monate seinen Führerschein abgeben muss. Diese Störfeuer sollten nun schleunigst aufhören, wenn man „bereit wie nie“ (DFB-Motto) sein will.

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