Oliver Kahn bleibt bis zur WM 2018 Experte beim ZDF - WM 2018

06.12.2016 18:30
Als Aktiver polarisierte Torhüter Oliver Kahn die Fans in Deutschland außerordentlich. Umso skeptischer waren viele, ob Kahn in seine neue Rolle, seit 2008 analysiert er beim ZDF Champions League und Länderspiele, so hineinwachsen würde können, dass er es zu bundesweiter Akzeptanz bringen würde. Doch tatsächlich: Kahn zeigte sich nach einer Eingewöhnungsphase einerseits humorvoll und auch selbstironisch, lernte auf der anderen Seite taktisch immer mehr hinzu, sodass er seinen Zuschauer echten Mehrwert bot. Inzwischen hat er sein Image durch diese Auftritte beim ZDF so gewandelt, dass die Mehrheit der deutschen Fußballfans froh war über die jüngste Nachricht in Bezug auf Oliver Kahn. Diese lautet da nämlich: Kahn macht beim ZDF weiter als Experte, mindestens bis zum Ende der WM 2018 in Russland.

Verlängerung bis mindestens 2018

Das verkündete das ZDF nämlich vor wenigen Tagen. Oliver Kahn bleibt als Experte für Fußball beim ZDF. Das heißt, er wird an jedem zweiten Tag auch die Spiele der WM 2018 in Russland bewerten und diskutieren. Inzwischen 47 Jahre alt, wird er auch seitens des ZDF enorm geschätzt. "Sein Wort hat Gewicht", äußerte sich der Sportchef des ZDF, Dieter Gruschwitz, im Zuge der Verlängerung über Kahn. Während der EM in Frankreich hatte Kahn noch in der Kritik gestanden. Meldungen, dass er eine halbe Million Euro pro Auftritt erhalte, machten die Runde. Kahn selbst dementierte das als "eklatante Falschmeldung". Diese Wogen haben sich in jedem Fall wieder geglättet, sodass einem weiteren positiven Wirken rund um die Spiele der WM 2018 in Russland nichts im Wege steht.

Unabhängiger Kahn hat an Profil gewonnen

Als Fußballexperte an Profil hat Kahn auch dadurch gewonnen, dass er zuletzt auch immer wieder zu Vereinsthemen im deutschen Fußball Stellung nahm. Den Fußball, den der FC Bayern ohne Guardiola und mit Ancelotti spielen lässt, nannte Kahn "ideenlos". Das brachte ihm zwar eine harte Replik von Uli Hoeneß ein, wohl aber auch Sympathien der Fußballfans in diesen Landen. Als mittlerweile vereinloser Akteur kann Kahn ohne Rücksicht auf Verluste seine Meinung kundtun - und tut das auch.

Er selbst unterstrich diese Ansicht noch einmal deutlich:
"Ich kann nicht beim ZDF arbeiten und eine Funktion in einem Verein haben, das ist nicht glaubwürdig. Entgeltlich schon gar nicht, so lange ich beim ZDF bin."

Da können sich die Fußballfans, die nicht selbst zur WM 2018 nach Russland reisen werden und die Spiele am TV verfolgen, auf einen tatsächlich autonomen Oliver Kahn freuen, der kein Blatt vor den Mund nehmen muss.

Anekdote von 2011 wurde publik

Eine andere Nachricht bezüglich Oliver Kahn machte zuletzt übrigens ebenfalls die Runde. Angeblich wollte er im Saisonfinale 2001 im Spiel beim Hamburger SV den indirekten Freistoß selber schießen. Das lehnte Kapitän Stefan Effenberg ab, der den Mann mit dem härtesten Schuss im Bayern-Kader zum Schützen erkor. Das war Patrick Andersson, der bekanntlich traf und den FC Bayern zum Meister machte. Zumindest selber schießen wird Oliver Kahn bei der WM 2018 in Russland jedenfalls definitiv nicht mehr wollen.

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