Stand der Dinge in der WM-Qualifikation 2018 - WM 2018

15.11.2016 20:00:00
WM Quali Ergebnisse
Diesmal fand nur ein echter Spieltag der Qualifikation zur WM 2018 statt, keine zwei hintereinander. Unter der Woche folgen noch diverse Freundschaftsspiele. Dennoch haben sich einige interessante Entwicklungen in den einzelnen Gruppen der Qualifikation ergeben. Hier alles Wichtige dazu in einem kurzen Überblick.

Niederlande klettern trotz schwacher Leistung

In der "deutschen" Gruppe C ist ohnehin nur noch das Rennen um Platz 2 von Belang ist, nachdem die Löw-Elf auch in San Marino beim 8:0 erneut ohne Gegentor blieb und mit 16 Punkten jetzt schon 5 Punkte Vorsprung vor dem zweiten Nordirland hat, das seinerseits mit einem 4:0 über Aserbaidschan überzeugte. Sportlich deutlich enger und auch höherwertiger geht es in Gruppe A zu. Frankreich schlug darin Schweden zu Hause mit 2:1 und bleibt Tabellenführer. Die Niederlande hatten beim 3:1 über Zwerg Luxemburg viel Mühe, steigen wegen der schwedischen Niederlage in Frankreich dennoch auf Rang 2. Das würde immerhin zu den Playoffs reichen. Angesichts des Desasters der Niederlande in der vorigen EM-Qualifikation wäre man damit vielleicht schon zufrieden. Bayern Münchens Arjen Robben, der gegen Luxemburg ausgewechselt wurde, wäre dies allerdings sicher nicht.

Österreich schon vor dem Aus?

Hochspannung auch in Gruppe D, wo sich mit Irland, Serbien, Wales und Österreich gleich vier Teams realistische Hoffnungen machen, am Ende der Qualifikation das Ticket zur WM 2018 in Russland zu erwerben. Allerdings gelang Irland mit einem 1:0 in Österreich ein Big Point, der die Iren an die Tabellenspitze führt — und Österreich schon beinahe ausscheiden lässt. Das hatte man sich in der Alpenrepublik ganz anders vorgestellt. Demgemäß steht Trainer Marcel Koller auch zur Zeit mächtig unter Druck. Ebenfalls einen Big Point landete Polen, das auswärts in Rumänien 3:0 gewann und nun mit 10 Punkten alleine die Tabelle anführt. Überschattet wurde die Partie von einem Böllerwurf, der eine Behandlung von Robert Lewandowski nötig machte. Rumäniens deutscher Trainer Christoph Daum verurteilte diese Tat scharf. Neben der sportlichen Pleite könnten Rumänien jetzt auch noch Sanktionen erwarten. Dabei profitierte Polen auch von der überraschenden Niederlage Montenegros in Armenien, das 3:2 gewann.

Belgien trifft und trifft

Im Bruderduell in Gruppe F hatte England keine Probleme beim 3:0 über Schottland, steuert wieder auf die WM 2018 in Russland zu. Wahrscheinlich wieder, ohne dort dann Erfolg zu haben, anders als zur Zeit in der Qualifikation. Äußerst spannend ist natürlich auch das Duell der beiden Fußballgroßmächte Italien und Spanien in Gruppe G. Hier siegten beide Teams locker mit 4:0 gegen Mazedonien respektive Liechtenstein. Zur Zeit sind beide Teams punktgleich. Wer das direkte Ticket zur WM in Russland erhält, wird sich wohl erst im Rückspiel in Spanien entscheiden. Ähnlich wie Deutschland zieht auch Belgien wieder unbeirrt seine Kreise. Ebenfalls 4 Siege aus 4 Spielen, am vergangenen Wochenende gelang gar ein Kantersieg in Höhe von 8:1 über Estland. 21:1 Tore aus 4 Spielen sind somit noch besser als die Bilanz der deutschen Mannschaft. Lohn ist natürlich Rang 1 in Gruppe H. In Gruppe I liegen die Teams mit 10, 8 und 7 Punkten hingegen noch recht nah beieinander. Tabellenführer Kroatien bezwang dabei den Dritten Island mit 2:0, die Ukraine gewann knapp mit 1:0 gegen Finnland.