Ecuador bestreitet in Braslien seine dritte Fußball-WM. Der größte Erfolg von "La Tricolor" datiert aus dem Jahr 2006 als sich das Team sensationell für das Achtelfinale qualifizierte. Gegen Deutschland musste man sich zwar in der Gruppenphase mit 0:3 geschlagen geben, die Siege zuvor gegen Costa Rica (3:0) und Polen (2:0) reichten Ecuador, um sich in der noch jungen WM Geschichte für das Achtelfinale zu qualifizieren. Gegen England war danach zwar Schluss (0:1), dennoch wurden die Kicker aus dem Nordwesten Südamerikas wie Volkshelden empfangen. Bei ihrer WM Premiere in Japan und Südkorea 2002 mussten die Spieler schon nach der Vorrunde die Heimreise antreten. Die Gruppe mit Italien (0:2) Mexiko (1:2) und Kroatien (1:0) stellte sich als eine Nummer zu groß heraus für die noch unerfahrenen Ecuadorianier.
Ecuador qualifizierte sich als vierter der Südamerika-Qualifikation für die Endrunde in Braslien. Garant für das sensationelle Abschneiden waren dabei die Heimspiele. In 8 Heimspielen gelangen sieben Siege und sogar WM-Titelanwärter Argentinien kam nicht über ein 1:1 hinaus. Ein Vorteil, den Ecuador dabei ausnutze war die Höhenluft, die für viele ihrer Gegner nicht so einfach zu spielen war. Das in den Anden auf 2800 Metern hoch gelegene Estadio Olimpico Atahualpa von Quito sorgte bei den Gegnern oftmals für akute Atemnot. In der Ferne hingegen konnte Ecuador kein einziges Mal gewinnen. Mit fünf Niederlagen und drei Unentschieden konnte man auf fremden Platz lediglich drei Zähler verbuchen. Dieser Umstand spricht dafür, dass die Andenluft ein großer Vorteil für Ecuador bedeutetet und es ohne diesen vermutlich nicht zur direkten WM Qualifikation gereicht hätte.
Auch bei der WM in Brasilien wird dieser Vorteil wegfallen, da die Spielorte Ecuadors auf relativ niedrigem Niveau stattfinden werden. Gegen die Schweiz im WM-Spielort Brasilia sind es gerade mal noch 1172 Meter. Gegen Honduras in Curitiba sind es danach noch 934 Meter und gegen den Weltmeister von 1998 Frankreich spielt man in Rio de Janeiro, welches auf nahezu Meereshöhe liegt (34 Meter). Die Favoritenrolle wird in Gruppe E aber sowieso eher Frankreich und der Schweiz zugesprochen.
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