Últimas noticias CM 2026 - EE.UU., Canadá & México

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06.05.2026 13:30 FIFA

Die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko wirft bereits jetzt ihre Schatten voraus – und mit ihnen ein Problem, das schon bei vergangenen Turnieren für hitzige Diskussionen gesorgt hat: extreme Temperaturen. Insbesondere die Spielorte Dallas und Monterrey gelten als Hitze-Hotspots, in denen im Juni und Juli regelmäßig Werte jenseits der 35 Grad Celsius gemessen werden. Der Weltverband steht damit vor der Herausforderung, die Gesundheit der Spieler zu schützen, ohne den Spielplan ins Wanken zu bringen.

Bereits bei der Klub-WM im Sommer 2025, die als Generalprobe für das Großturnier diente, zeigten sich die Probleme deutlich. Spieler klagten über Kreislaufbeschwerden, Trainer wie Borussia Dortmunds Niko Kovac oder Chelseas Enzo Maresca kritisierten die Bedingungen offen. In Cincinnati, Charlotte und auch in Dallas wurden Spiele bei brütender Hitze ausgetragen, teils mit Hitzeindex-Werten von über 40 Grad. Die FIFA hat aus diesen Erfahrungen Lehren gezogen – zumindest verspricht sie das.

Konkret plant der Weltverband ein Bündel an Maßnahmen, um die Belastung für die Profis zu reduzieren. Dazu gehören verpflichtende Trinkpausen, sogenannte „Cooling Breaks", die bereits seit der WM 2014 in Brasilien zum Standard gehören. Sie sollen künftig früher und konsequenter angesetzt werden, sobald der WBGT-Index (Wet Bulb Globe Temperature) bestimmte Schwellenwerte überschreitet. Auch zusätzliche medizinische Stationen am Spielfeldrand, gekühlte Kabinen und verstärkte Klimatisierung in den Mannschaftsbereichen stehen auf der Agenda.

Eine zentrale Rolle dürften die Stadien mit geschlossenem Dach spielen. Das AT&T Stadium in Arlington bei Dallas, Heimspielstätte der Dallas Cowboys, verfügt über ein einziehbares Dach und Klimatisierung. Hier sollen nach Möglichkeit die Mittagspartien stattfinden, um die Spieler vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen. Schwieriger gestaltet sich die Lage in Monterrey, wo das Estadio BBVA über kein Dach verfügt. Hier denkt die FIFA über angepasste Anstoßzeiten nach – Abendspiele könnten bevorzugt angesetzt werden.

Doch genau hier liegt der Konflikt: Die Anstoßzeiten richten sich traditionell nach den Bedürfnissen der TV-Vermarkter, insbesondere der europäischen Märkte. Eine Verlegung in die späten Abendstunden würde die Einschaltquoten in Deutschland, Italien oder Spanien massiv beeinträchtigen. FIFA-Präsident

Gianni Infantino betonte zuletzt, dass das Wohl der Spieler oberste Priorität habe – doch ob die FIFA am Ende den Interessen der TV-Sender oder der Athleten den Vorzug gibt, bleibt abzuwarten. Der Sommer 2026 wird zeigen, ob der Weltverband aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hat.

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