Los Ticos, wie die costa-ricanische Fußballnationalmannschaft genannt wird, konnte sich bislang drei Mal für eine WM-Endrunde qualifizieren. Bei der WM 2014 in Brasilien bestreitet Costa Rica, die aktuell von Trainer Jorge Luis Pinto trainiert werden, somit ihr viertes WM Turnier. Während Costa bei seiner WM Premiere 1990 in Italien noch ins Achtelfinale vorstoßen konnte, war in den darauffolgenden Jahren 2002 und 2006 bereits nach der Vorrunde Schluss. Der Vorrundengegner der deutschen Nationalmannschaft im Eröffnungsspiel bei der Heim-WM 2006 musste in Deutschland mit Null Punkten die Heimreise antreten. Der damalige Star im Team Paulo Wanchope ist heute Co-Trainer Costa Ricas. Vier Jahre zuvor schied man in einer Gruppe mit Brasilien als Dritter nur aufgrund der schlechteren Tordifferenz gegenüber der Türkei aus. Bei der WM in Brasilien rechnet aufgrund der starken Gruppe mit Italien, England und Uruguay aber kaum jemand damit, dass Costa Rica den Erfolg von 1990 wiederholen kann.
In der WM Qualifikation qualifizierte sich Costa Rica als Zweiter, hinter den USA, vor Honduras und den als stark eingeschätzten Mexikanern. Garant für den Erfolg war die Heimstärke Costa Ricas. Seit September 2012 haben die Costaricaner zu Hause nicht mehr verloren. Den von Jürgen Klinsmann trainierten Amerikanern verpasste das Team zudem eine empfindliche 1:3 Niederlage. Beindruckend dabei auch: Lediglich sieben Gegentore ließ Costa Rica zu. Schon zwei Spieltage vor Schluss konnte das Team damit die vierte WM-Teilnahme perfekt machen.
Mit Ausnahme von Bryan Ruiz hat das Team eigentlich keine wirklichen Stars in ihren Reihen. Ruiz, aktuell beim PSV Eindhoven unter Vertrag, ist einer der wenigen Spieler des Landes, der sich in Europa bereits einen Namem machen konnte. „La Comadreja“ (Das Wiesel) hat einen ausgeprägten Torriecher. Gepaart mit seiner Schnelligkeit zeichnet er sich für die Offensivaktionen der Ticos verantwortlich. Sein Debüt in der Nationalelf gab er bereits mit 19 Jahren. Mittlerweile ist er zum Spielführer der Nationalelf aufgestiegen. Auf ihm ruhen die Hoffnungen der Costaricaner. Weitere Leistungsträger des Teams sind der Rechtsaußen Joel Campbell und der oft als hängende Spitze agierende Celso Borges. Flügelspieler Bryan Oviedo wird nach einem Schien- und Wadenbeinbruch im Januar nicht mehr rechtzeitig fit und wird sich daher die WM von zu Hause ansehen müssen.