Noch 140 Tage bis zur WM 2014 in Brasilien. Grundgenug für uns damit zu beginnen euch die
WM Teilnehmer etwas genauer vorzustellen. Den Anfang macht Brasilien als WM Gastgeber.
Es fällt schwer zu glauben, doch neben Weltmeister Spanien ist Rekord-Champion Brasilien (fünf Titel zwischen 1958 und 2002) die einzige große Fußball-Nation, die noch nie im eigenen Land den Weltpokal gewinnen konnte. 1950 bekam die Selecao im Maracana-Stadion von Rio de Janeiro vom kleinen Nachbarn Uruguay die Hörner aufgesetzt und musste sich mit Platz zwei begnügen – eine Schmach, die seinerzeit die ganze Nation erschütterte. Am 13. Juli 2014 will es die Mannschaft von Luiz Felipe Scolari besser machen und in die Fußstapfen von Legenden wie Pelé, Romario oder Ronaldo treten.
So lief die Vorbereitung auf die WM 2014
Dabei ließ sich das Projekt Titelgewinn zunächst alles andere als gut an. Als Gastgeber automatisch qualifiziert, hatte Brasilien nach dem WM-Aus 2010 alles auf die Heim-WM ausgerichtet. Mit Teenager Neymar vom FC Santos war schnell ein Jahrhunderttalent gefunden, das die Hoffnungen der Nation trug.
Doch der Anfang war schwer: Unter Trainer Mano Menezes verlor das Team bis 2012 gleich dreimal das Prestige-Duell gegen den Erzrivalen Argentinien, auch beim 2:3 in Deutschland im August 2011 war die Selecao deutlich unterlegen. Nachdem 2012 in London das ersehnte Olympia-Gold klar verpasst wurde, musste Menezes gehen.
Der Verband griff zu radikalen Mitteln und setzte Luiz Felipe Scolari wieder ein. Der führte das Land zwar 2002 zum fünften WM-Titel, hatte aber wegen seiner defensiven Spielweise nie die höchsten Beliebtheitswerte. Unter "Felipao" wurde aber alles besser. Angeführt vom gereiften Neymar, der gerade einen Vertrag beim FC Barcelona unterschrieben hatte, gewann Brasilien 2013 im eigenen Land souverän die WM-Generalprobe Confed Cup. Spätestens nach dem 3:0-Sieg im Finale gegen Welt- und Europameister Spanien hat sich der Gastgeber selbst in die Favoritenrolle für die WM 2014 gespielt.
Die herausragenden Spieler der Selecao
Flügelstürmer Neymar ist trotz seiner jungen 21 Jahre der Star des Teams. Beim Confed Cup war er Dreh- und Angelpunkt seiner Mannschaft. Über Jahre zum Heilsbringer aufgebaut, scheint er prädestiniert für die Rolle des WM-Superstars zu sein. Allerdings wäre der Barca-Star nicht der erste Spieler, der an dieser Last zerbricht.
Weitere Stars sind die Abwehr-Asse Thiago Silva (Paris St. Germain) und Dani Alves (FC Barcelona), der filigrane Mittelfeldspieler Oscar (FC Chelsea) und der wuchtige Angreifer Hulk (St. Petersburg).