Die Schweiz liegt in der FIFA-Weltrangliste aktuell auf dem achten Platz und hat es damit bei der WM-Gruppenauslosung in Lostopf 1 geschafft, zusammen mit Fußballgrößen wie Brasilien, Spanien, Deutschland und Argentinien. Andere große Fußballnationen wie Frankreich, Portugal, England, Italien sowie die Niederlande hatten das Nachsehen. Wie konnten die Schweizer dies erreichen? Die Antwort ist denkbar einfach: Gute Leistungen und Ergebnisse unter Trainer Ottmar Hitzfeld. In allen Qualifikationsspielen blieb die 'Nati' ungeschlagen und löste so souverän das WM-Ticket für Braslien. Island, Zypern, Albanien, Norwegen und Slowenien in Gruppe E stellten die Schweizer vor keine größeren Probleme.
Ottmar Hitzfeld, der 2008 das Amt von Vorgänger Jakob ("Köbi") Kuhn übernahm, leistete hervorragende Aufbauarbeit. Bereits unter Kuhn hatte das Team sehr gute Leistungen gezeigt. Diesen Aufwärtstrend setzte Hitzfeld erfolgreich fort. Bei der WM 2010 machten die Schweizer zum ersten Mal auf sich aufmerksam, als sie den späteren Weltmeister Spanien in der Vorrunde mit 1:0 bezwangen. Auch die Junoren des Landes durchlaufen eine optimale Ausbildung. 2009 wurde die U-17 Weltmeister. Von dessen damaligen Spielern finden sich heute einige in der Nationalelf wieder so wie Granit Xhaka (Borrussia Mönchengladbach) oder Ricardo Rodriguez (VfL Wolfsburg).
Nicht nur gegen Spanien sondern auch gegen andere große Fußballnationen konnte die Schweiz bereits gewinnen. Zu den nahmhaften Gegnern, die bereits bezwungen werden konnten, zählen unter anderen Brasilien (1:0 im August 2013) sowie Deutschland (5:3 im Mai 2012). Viele der schweizer Nationalspieler stehen bei deutschen Klubs in der Bundesliga unter Vertrag. Xherdan Shaqiri (FC Bayern München), Torwart Diego Benaglio, Rodriguez (jeweils VfL Wolfsburg) und Fabian Lustenberger (Hertha BSC) können sich große Hoffungen auf die Startelf bei der WM 2014 machen. Weitere wahrscheinliche Nominierungen zur WM sind Xhaka (Borussia Mönchengladbach), Pirmin Schwegler, Tranquilo Barnetto (Eintracht Frankfurt), Josip Drmic (1. FC Nürnberg) und Ademir Mehmedi (SC Freiburg). Auf ein WM-Ticket hoffen außerdem noch Gelson Fernandes (SC Freiburg) und Eren Derdiyok (Bayer 04 Leverkusen). In internationalen Ligen spielen Stefan Lichtensteiner (Juventus Turin), Gökhan Inler (SSC Neapal) und Phillipe Senderos (FC Valencia).
In Gruppe E der WM 2014 erwartet die Nati eine Aufgabe, bei der sie sich berechtigte Hoffnungen aufs Achtelfinale machen können. Im Auftaktmatch geht es gegen Ecuador und danach gegen Frankreich. In Manaus treffen die Schweizer zum Abschluss der Gruppe dann auf Honduras, die bereits 2010 Gegner der Schweiz waren. Ottmar Hitzfeld gibt als klares Ziel das Achtelfinale aus. Alles andere wäre sicherlich eine Enttäuschung.