WM 2014 Auslosung - FIFA weißt Betrugsvorwürfe zurück - WM 2018

WM 2014 Auslosung FIFA weißt Betrugsvorwürfe zurück

10.12.2013 16:06
Foto: By T

Vergangenen Freitag fand die WM Auslosung im Badeort Costa Da Sauipe statt. Wirkliche Spannung vermochte die langatmige Veranstaltung zunächst nicht versprühen. Einige Tage später werden nun Stimmen laut, die der FIFA Betrug bei der Auslosung vorwerfen.

Zwei Fakten geraten dabei näher in den Fokus. Zum einen ist dies die
Gruppe F mit Argentinien als Gruppenkopf. Iran, Nigeria und Bosnien-Herzegowina sind die Gegner der Albiceleste. Zum anderen ist es das blaue Pult hinter dem der FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke die Kugeln öffnete.

Wie die argentinische Webseite "canchallena.com" berichtete sei dem argentinischen Losglück ordentlich nachgeholfen worden. "Hohe Quellen" der FIFA und des argentinischen Verbandes AFA hätten den argentinischen Journalisiten vor der Auslosung bestätigt, dass die Argentinier in Gruppe F gelost werden. Beweise für die Anschuldigungen gibt es bisher noch nicht. Es bleibt jedoch mindestens ein fader Beigeschmack, zumal Argentinien bereits Monate vor dem Event ihr WM Hauptquartier bekannt gegeben haben: Belo Horizonte lautet es. Diese Unterkunft ist äußerst günstig gewählt, da eines der Spiele dort stattfindet und die beiden anderen Spielstätten nicht weit entfernt sind. Weiter verblüfft, dass die Unterkunft sich zunächst gar nicht auf der Liste der offizielen WM Quartiere der FIFA zur WM 2014 befand. Erst nach der Vertragsunterzeichnung zwischen dem Erstligisten Atletico Mineiro und dem AFA soll es auf die Liste der FIFA gekommen sein. Dies kann, muss man aber nicht als Unregelmäßigkeit werten.

Ebenso bei der tatsächlichen Auslosung will die die Zeitung La Nacion, zu welcher die Webseite "canchallena.com" gehört, Unregelmäßigkeiten beobachtet haben. Nach Durchsicht der Videos der Auslosung könnte man durchaus zu dem Schluss kommen, dass die Möglichkeit bestunden habe, die Kugeln der Mannschaften zu vertauschen. Während Fernanda Lima die Loskugeln für alle sichtbar öffnete tat dies Jerome Valcke verdeckt hinter einer Art Sichtblendes des blauen Pultes.



Insgesamt sind die genannten Anschuldigungen allesamt kein Beweis. Die FIFA hat indes auf die Anschludigungen reagiert und die Vorwürfe zurückgewiesen.

FIFA widerspricht


"Diese Gerüchte entbehren jeder Grundlage. Die gesamten Vorbereitungen der Auslosung wurden von drei Vertretern von Ernst&Young überwacht und validiert", so die FIFA.
Während der Veranstaltung seien zudem mindestens sieben Kameras aus verschiedenen Perspektiven auf den Generalsekretär gerichtet gewesen. Und bei der angeblichen Sichtblende habe es sich um einen kleinen Monitor gehandelt, der Jerome Valcke  den aktuellen Stand der Gruppen zeigte.