Frankreich im Team Porträt - Gruppe E - die 32 WM Teilnehmer - WM 2018

Frankreich im Team Porträt Gruppe E

13.05.2014 16:03

Les Bleus werden in Brasilien ihre 14. Weltmeisterschaft bestreiten. Frankreich gehört zwar weiterhin zu den Top-Teams der Welt, dennoch liegen die glorreichen Tage der Equipe Tricolore schon etwas zurück. Unvergessen bleibt vielen die "Schande von Knysna" bei der WM in Südafrika, als es im Mannschaftsquartier zu einer bis dahin noch nie dagewesenen Revolte gegen Trainer Raymond Domenech gekommmen war. Auslöser war ein handfester Streit zwischen Stürmerstar Nicolas Anelka und dem damaligen Trainer in der Halbzeit des Spiels gegen Mexiko (0:2). Schlussendlich schied Frankreich sang und klanglos in der Vorrunde aus. Die Vorkommnisse auf und neben dem Spielfeld beschäftigten damals sogar die französische Nationalversammlung. Die Urheber des Streits Anelka, Ribéry, Toukan und Evra wurden mit drakonischen Strafen belegt. Auch bei der Europameisterschaft in Polen und der Ukraine präsentierte sich die Equipe nicht von ihrer besten Seite. Durch das 0:2 gegen Schweden zum Abschluss der Gruppenphase verspielte man eine bessere Ausgangssituation und schied dann verdient gegen den späteren Europameister Spanien aus. Auch in der WM Qualifikation für Brasilien war Spanien der entscheidende Stolperstein. In Gruppe I mit besagten Spaniern konnte man sich nicht direkt für die WM 2014 qualifizieren, sondern musste gegen die Ukraine in die Playoffs. Nach einem desaströßen Auftritt in der Ukraine (0:2) konnte man aber dann doch noch verdient das WM-Ticket buchen. Zuhause im Stade de France bezwang man die Ukrainer mit 0:3. Superstar Franck Ribery konnte endlich an seine Leistungen im Verein bei Bayern München anknüpfen und bereite zwei der drei Tore für les Bleus vor.

Frankreich verfügt in ihren Reihen über hohe Qualität wie Real Madrids Topstürmer Karim Benzema oder Europas Fußballer des Jahres Franck Ribery . Im Tor sorgt Hugo Lloris (Tottenham) für den notwendigen Rückhalt. Hinzu kommt ein starkes Mittelfeld mit Top-Talent Paul Pogba (Juventus) sowie Konditionswunder Blaise Matuidi (Paris St. Germain). In der Verteidung besitz Frankreich ebenfalls exzellente Spieler wie die beiden Innenverteider Raphael Varane oder Ellaquim Mangala. Patrice Evra ist zwar nicht mehr im besten Fußballeralter aber mit 32 spielt er aber immer noch auf absolutem Top-Niveau. Bei den letzten großen Tirnieren zeigte das Team jedoch immer wieder Undisziplinierheiten. Für Trainer Didier Deschamps gilt es daher aus den ohne Frage hervorragenden Einzelkönnern ein schlagkräftiges Team zu formen, dass die Eskapden der vergangen Jahre vergessen lässt.

Ein frühes Aus Frankreichs bei der WM 2014 würde nicht in die zuletzt aufstrebende Form der Franzosen passen. Vorraussetzungen ein ordentliches Turnier abzuliefern stehen gut. In Gruppe E bekamen die Franzosen Honduras, Ecuador und die Schweiz zugelost. Der erste große Test im Länderspiel gegen Vize-Weltmeister Niederlande (2:0) lässt erahnen, dass sich Frankreich auf einem guten Weg befindet. Es bleibt allerdings abzuwarten, ob Les Bleus aus ihren vergangen Fehlern gelernt haben.