Freistoß-Spray wird auch bei der WM 2014 in Brasilien eingesetzt - WM 2018

FreistoßSpray wird auch bei der WM 2014 in Brasilien eingesetzt

19.12.2013 22:04
 
Die Sprühdose ermöglicht es dem Schiedsrichter bei einem Freistoß eine weiße Linie zu ziehen, die anzeigt, wie weit die Mauer vom Ball entfernt sein muss. Dadurch soll sichergestellt werden, dass die Spieler die vorgeschriebenen 9,15 m auch tatsächlich einhalten und nicht wie ansonsten üblich immer weiter den Abstand verringern. Der Clou des Sprays, das aus Flüssiggas besteht, ist es, dass es nach etwa 45 Sekunden von alleine verschwindet. 
 
Das Spray sorgt indes nicht überall für Begeisterung. Matthias Sammer, Sportvorstand des FC Bayern München kritisiert z.B. dass es "reine Zeitverzögerung" bedeute. Auch Manuel Neuer sieht in der Einführung nicht nur Vorteile: "Da macht man das Spiel ein bisschen langsam". Neuer weiter: „Wir sind Freunde davon, einen Freistoß manchmal schnell auszuführen. Deswegen ist das eher schädlich.“ Der Bayern Coach Pep Guardiola konnte im Gegensatz zu seinen Kollegen keine Nachteile erkennen: „Du verlierst keine Zeit. Nach 20 Sekunden ist die Linie da und es geht weiter, ohne Diskussionen.“
 
In der Bundesliga wird es in nächster Zeit aber wohl keine Schiedsrichter mit Freistoß-Spray geben. Der DFB hatte im vergangen Jahr bereits erklärt, das dies noch kein Thema sei. Man wolle die weitere Entwicklung abwarten und dann gegebenenfalls nochmals über den Einsatz beraten.