Aufgrund zu hoher Schulden hat der Nationalverband des Jemen entschieden, die Nationalelf von Teilnahmen an internationalen Wettbewerben abzumelden. Grund hierfür war neben den Schulden ein Streit zwischen Verband und Politik. Der Verband hat Verbindlichkeiten in Höhe von drei Millionen Euro, es wird von dieser Seite aus erwartet, dass das Sport und Jugend-Ministerium diese Schulden übernehme. Dies ist bislang jedoch nicht geschehen und eine Einigung ist nicht in Sicht.
Mit der Abmeldung von internationalen Wettbewerben will der jemenitische Verband nun Druck auf die Politik ausüben. Man wolle damit erreichen, dass das Ministerium die Schulden bezahle. Ob und wann das Team des Jemen wieder an Wettbewerben internationalem Ausmaßes teilnimmt ist bisher offen. Fakt ist, dass nun der Sport unter einem politischen Streit im Jemen leiden muss.
Schlusslicht in der Asien-Quali
In der Gruppe D (mit Malaysia, Katar und Bahrain) zur Qualifikation zur Asienmeisterschaft liegt der Jemen derzeit auf dem letzten Rang. Das Team konnte in dieser Gruppe bislang keinen Punktgewinn erreichen und ist demnach Letzter der Tabelle. In der WM-Qualifikation war das Team ebenfalls früh gescheitert.
Der Geschäftsführer des jemenitischen Verbandes kündigte an, Gespräche mit der FIFA und dem asiatischen Verband AFC führen zu wollen. Damit wolle man Sanktionen vermeiden.