Zuletzt gab es immer wieder Meldungen darüber, dass die Stadien für die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien im Bau hinter den Zeitplänen zurückliegen. Doch zumindest das Maracana-Stadion, welches im kommenden Jahr das Endspiel beherbergen wird, ist bereits fertig. Dennoch: das Stadion wurde erst kurz vor dem aktuell laufenden Confed Cup fertiggestellt. Das einst größte Stadion weltweit (Fassungsvermögen: mehr als 200.000 Zuschauer) fasst heute (nur noch) 79.000 Zuschauer und kostete rund 430 Millionen Euro. Geplant waren für das Stadion in Rio de Janeiro lediglich 275 Millionen Euro.
Auch die Arena Fonte in Salvador ist bereits fertiggestellt. Für 203 Millionen Euro bietet das Stadion rund 55.000 Plätze – die Hälfte der Kosten trug der brasilianische Staat. Dies ist mit einer der Gründe für die derzeitigen Proteste im Land. Erst im Dezember soll währenddessen das Stadion in Porto Alegre fertiggestellt werden. Auch hier musste mit mehr als einhundert Millionen Euro kalkuliert werden – und das, obwohl das Grundgerüst des Stadions erhalten blieb. Rund 80 Millionen Euro für die Renovierung werden auch hier für den Staat fällig.
Staat finanziert Stadien-Bau mit
Erst ein wenig mehr als die Hälfte des neuen Stadions in Cuiabá waren im März fertiggestellt. Die Stadt an der bolivianischen Grenze wird in diesem Stadion ebenfalls WM-Partien präsentieren. Bislang allerdings ist hier an Fußball noch nicht zu denken. Die Kosten für das 43.000 Zuschauer fassende Stadion: rund 178 Millionen Euro.
Auch in vielen anderen WM-Stadien bietet sich derzeit ein ähnliches Bild. Wirklich fertiggestellt sind bislang erst wenige Austragungsstätten. Der Bau hängt hinter dem Zeitplan. Soviel steht fest. Dennoch darf man davon ausgehen, dass bis zum WM-Beginn im Juni 2014 alle Austragungsorte ein passendes Stadion vorweisen können.