
Spanien gehört zu den Top-Favoriten auf den WM-Pokal. Nach dem EM-Sieg 2008, dem WM Titel 2010 und dem erneuten EM-Triumph 2012 spielen die Spanier auch weiterhin auf absolutem Top-Niveau. Einige Anzeichen sprechen aber dennoch für ein Ende der Dominanz Spaniens im internationalen Spitzenfußball. Beim Confed-Cup 2013 verlor Spanien das Finale deutlich mit 0:3 gegen Rekordweltmeister Brasilien. Mit dieser Niederlage endete zugleich die Rekordserie von 29 nicht verlorenen Spielen (24 Siege, 5 Unentschieden). Zudem erzielten sie erstmals seit 10 Jahren in 2 aufeinanderfolgenden Spielen kein Tor. Im Halbfinale konnten sie sich nämlich nach 120 torlosen Minuten gegen Italien lediglich im Elfmeterschießen mit 7:6 durchsetzen. Im legendären Maracana-Stadion, an jenem Ort, an dem auch das WM Finale 2014 stattfinden wird, wurde der aktuelle Weltmeister und Doppeleuropameister entzaubert. Überzubewerten ist dieses Ergebnis aber auch nicht, zumal die Spiele beim Confed Cup zum Ende einer langen Saison stattfanden.
In der WM Qualifikation hatte Spanien in der Gruppe I, in der als einzige nur fünf Kontrahenten aufeinandertrafen, wenig Mühen. Mit 6 Siegen und 2 Unentschieden qualifizierte sich Spanien direkt für die WM 2014 vor dem Weltmeister von 1998 Frankreich. Ein 0:1 im Stade de France war Garant dafür, sich vor Frankreich direkt zu qualifizieren. Somit reichte auch ein 1:1 gegen Frankreich in Madrid. Damit wurde aber zugleich eine weitere Serie der Spanier gestoppt. Bis dato hatten die Iberer 25 Qualifikationspiele in Folge gewonnen.
Der Trend zeigt für Spanien leicht nach unten. Die Spanier konnten in ihren Testspielen vor der WM in Braslien nicht mehr wirklich überzeugen. Gegen Ecuador gewann "La Furia Roja" (Die rote Furie) mit 2:0. Gegen Chile, die auch gegen Deutschland zu überzeugen wussten, reichte es lediglich zu einem 2:2, gegen Äquatorialguinea siegte man 2:1 und gegen Südafrika musste man eine 0:1 Niederlage hinnehmen. In der Wiederauflage des EM Finals von 2012 gegen Italien konnten sich die Spanier im März 2013 zuletzt mit 0:1 durchsetzen. Das Tor des Tages schoss Pedro in der 63. Minute.
Nach dem Gewinn der Europameisterschaft 2012 war es das klare Ziel der Verantwortlichen des spanischen Verbandes sich nach neuen Talenten umzusehen. Wichtige Spieler von Real Madrid und dem FC Barcelona, die das Groß der Stammspieler ausmachen, sind überwiegend um die 30 Jahre alt. Talente gibt es genügend in Spanien, was der Gewinn der Junioren Europameisterschaft 2013 unterschreicht. Trainer Vincente del Bosque setzt aber dennoch erstmals weiter auf seine erfahren Spieler. Die Weltmeister von 2010 Sergio Busquets, Cesc Fabregas, Pedro, Gerard Piquet und David Silva sind im besten Fußballeralter. Carles Puyol der gegen Deutschland im WM-Halbfinale 2010 das 1:0 köpfte, wird aufgrund einer längeren Verletzungsphase im Jahr 2013 vermutlich die WM verpassen. Hinzu kommen Spieler wie Andres Iniesta, Xavi Hernandez und Xabi Alonso, die sich bereits im reiferen Fußballeralter befinden, aber dennoch weiterhin zur Weltklasse zählen. Die Nationalelf hat sich mit diesen Spielern seit 2008 an der Spitze der Weltrangliste festgesetzt. Viele Experten sind überzeugt, dass Spanien auch im WM Jahr 2014 das Maß aller Dinge sein wird. Unter Beweis stellen müssen sie es im ersten Gruppenspiel gegen die Niederlande.
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WM Spielplan