In Brasilien blickt man derzeit recht skeptisch auf die FIFA Weltmeisterschaft im kommenden Jahr. Grund dafür ist nicht nur die kleine Krise der brasilianischen Elf, auch Schmiergelder, Korruption und Bauverzögerungen bei den Stadien sorgen zunehmend dafür, dass die Bevölkerung eher geringe Erwartungen an das Turnier hat.
Ordnung und Fortschritt – diese Worte zieren die brasilianische Flagge. Im Bezug auf das anstehende FIFA-Turnier jedoch scheinen diese Worte eher weniger geeignet zu sein. Die Elf des Landes macht aktuell erst langsame Schritte nach vorne – die Ordnung ist also gegeben, fehlt nur noch der Fortschritt. Aber ob dafür ein Jahr ausreichend ist? Am 12. Juni 2014 wird die FIFA Weltmeisterschaft in Rio de Janeiro beginnen. Doch nicht nur sportlich gibt es noch genügend Baustellen im Land.
Stadionbau, Korruption und Bauverzögerungen
Auch im Bereich des Stadionbaus sind derzeit eher Verzögerungen statt Fortschritte zu verzeichnen. In diesem Bereich ist die Organisation noch nicht einmal in ausreichender Form vorhanden. Brasilien steht dabei allerdings nicht nur in Sachen Fußball im Blickpunkt – 2016 sollen zudem die Olympischen Spiele am Zuckerhut stattfinden. Weitere Pannen kann man sich aus diesen Gründen kaum mehr leisten. Dabei wurden unlängst Verkehrsprojekte beendet, damit der Stadionbau vorangetrieben werden kann – einzelne Projekte wurden gar auf 2016 verschoben. Auch im Kostenbereich hat sich das lateinamerikanische Land verkalkuliert – die meisten Stadien werden deutlich teurer als geplant. Ein Grund hierfür: Korruption. Sonderbudgets, Vetternwirtschaft und das übliche Durcheinander vor Großveranstaltungen tun ihr übriges dazu.
Die brasilianische Bevölkerung ist sich in großen Teilen sogar sicher, dass viele öffentliche Gelder am Ende auf Privatkonten landen. Ob das am Ende für ein sportlich hochwertiges Turnier mit gutem Ausgang für Brasilien spricht ist eher weniger wahrscheinlich.