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Sicherheit und Kontrolle in Russland
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Sicherheit und Kontrolle in Russland
23.06.2017 19:00
2017-06-23 19:00:00
Opšte
Der Confed Cup ist in vollem Gange. Und neben der sportlichen Generalprobe für die Teilnehmer ist er auch eine organisatorische Generalprobe für den Gastgeber. Reporter, die vor Ort sind, berichten zum Beispiel vom Sicherheitskonzept, das allerorts spürbar ist und einen Vorgeschmack darauf gibt, womit auch im nächsten Jahr bei der WM 2018 in Russland zu rechnen sein wird.
Das Konzept beginnt schon vor der Einreise: Um nach Russland reisen zu können, benötigt man ein Visum, bei dem man viele persönliche Details angeben muss. Am Flughafen muss man dann einen Gesichts-Scanner und einen Körper-Scanner passieren. Aus Hotels wurde berichtet, dass der Reisepass für mehrere Stunden einbehalten werden soll, damit die Daten des Reisenden mit den Daten des Visums abgeglichen werden können. Das ist vor allem schwierig für Journalisten, die ihren Reisepass benötigen, um damit wiederum ihre Akkreditierung zu belegen - die braucht es wiederum, um in Stadien oder auf Trainingsgelände zu gelangen, um von dort berichten zu können.
Sicherheitskräfte - immer im Doppelpack - gibt es an jeder Ecke. Auch, wenn man ins Stadion gelangen möchte. Journalisten berichten davon, dass sie ihre Laptops hochfahren, ihre Handys einschalten müssen und auch andere technische Geräte überprüft werden, ehe man dann ins Stadion gelangen kann. Bei allem Kopfschütteln, die diese Berichte auslösen können, kann man die Organisatoren in Russland aber auch durchaus gut verstehen. Die Terroranschläge in der jüngeren Zeit zeigen, dass Großveranstaltungen besonders gesichert werden sollten. Sowohl bei den Spielen des Confed Cups und der WM sollen dann besondere Sicherheitsmaßnahmen durchgeführt werden als auch bei Public Viewing Veranstaltungen, die es vielerorts in Russland geben soll.
Was aus den aktuellen Berichten zum
Confed Cup
hervorgeht, ist aber auch, dass die Sicherheitsbedingungen noch nicht eingespielt sind, um einen reibungslosen Ablauf vor Ort zu gewährleisten. Das kann sich mit den Erfahrungen, die nun während des Confed Cups gesammelt werden, ja durchaus noch ändern. Was vermutlich immer bleiben wird, ist das eigenartige Gefühl, dass man sich in Russland längst nicht so frei bewegen und verhalten kann, wie man es hierzulande für selbstverständlich hält. Schon während der Olympischen Winterspiele in Sotschi 2014 wurde darüber berichtet, dass die Kommunikationsfreiheit deutlich eingeschränkt wurde. Das wird sich zur WM kaum ändern und man wird damit rechnen müssen, als Besucher oder als Journalist persönlich überwacht zu werden, ebenso wie die Inhalte auf Festplatten oder Smartphones vor neugierigen Blicken von Außen kaum sicher sein dürften.
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