
Der Blick der Fußballwelt richtet sich bereits auf das nächste große Turnier: die WM 2030 in Spanien, Portugal und Marokko. Dabei ist allerdings wichtig, zwischen dem bereits feststehenden Rahmen und der noch offenen Qualifikation zu unterscheiden. Marokko, Portugal und Spanien sind als Gastgeber automatisch qualifiziert; ebenso qualifizieren sich Uruguay, Argentinien und Paraguay aufgrund der drei dort stattfindenden Partien zum 100-jährigen WM-Jubiläum automatisch. Wie genau die übrigen afrikanischen Startplätze vergeben werden, ist derzeit noch nicht festgelegt. Einen Überblick über alle Kontinente bietet die Seite zur WM 2030 Qualifikation.
Anders als im ursprünglichen Text dargestellt, kann die CAF für 2030 derzeit noch nicht mit einem bestätigten Qualifikationsmodus beschrieben werden. Das aus der WM-2026-Qualifikation bekannte System bestand aus neun afrikanischen Gruppen. Die neun Gruppensieger qualifizierten sich direkt für die WM, während die vier besten Gruppenzweiten ein afrikanisches Playoff-Turnier um den Platz im interkontinentalen FIFA-Playoff bestritten. Dieses Verfahren gilt für die WM 2026, nicht automatisch für die WM 2030. Details zum aktuellen Stand und zu allen bekannten Informationen finden sich in der Übersicht zur WM-2030-Qualifikation in Afrika.
Die DR Kongo gehört dennoch zu den interessantesten afrikanischen Mannschaften im Hinblick auf den kommenden WM-Zyklus. Beim Afrika-Cup 2024 in der Elfenbeinküste erreichten die „Leopards“ das Halbfinale und unterlagen dort dem späteren Turnierzweiten Elfenbeinküste. Chancel Mbemba und Cédric Bakambu gehörten dabei zu den prägenden Namen des Teams. Unter Trainer Sébastien Desabre entwickelte sich die Mannschaft zu einer konkurrenzfähigen Auswahl, die auch in der WM-2026-Qualifikation für Aufsehen sorgte.
Für die DR Kongo endete der Weg zur WM 2026 besonders dramatisch: Nach Platz zwei in der Qualifikationsgruppe setzte sich die Mannschaft im afrikanischen Playoff-Turnier gegen Kamerun durch und bezwang anschließend Nigeria im Finale nach Elfmeterschießen. Damit erreichte die DR Kongo das interkontinentale Playoff-Turnier für die WM 2026. Das ist jedoch kein bereits erworbener Playoff-Status für die WM 2030.
Gabun wiederum zählt ebenfalls zu den etablierten Mannschaften Afrikas. Pierre-Emerick Aubameyang bleibt eine der bekanntesten Figuren des gabunischen Fußballs. Bei der WM-2026-Qualifikation erreichte Gabun Platz zwei in seiner Gruppe und qualifizierte sich damit für das afrikanische Playoff-Turnier. Dort scheiterten die „Panther“ allerdings bereits im Halbfinale mit 1:4 nach Verlängerung an Nigeria.
Auch Mali bleibt ein Team mit erheblichem Potenzial. Die „Eagles“ verfügen mit Spielern wie Yves Bissouma, Amadou Haidara und Lassine Sinayoko über eine Mischung aus internationaler Erfahrung und offensiver Qualität. Beim Afrika-Cup 2025 in Marokko erreichte Mali das Viertelfinale: Nach einem Sieg im Elfmeterschießen gegen Tunesien war im Viertelfinale gegen Senegal Endstation. Eine WM-Endrunde hat Mali bislang noch nicht erreicht.
Der Afrika-Cup 2025, der vom 21. Dezember 2025 bis zum 18. Januar 2026 in Marokko ausgetragen wurde, ist inzwischen abgeschlossen. Senegal gewann das Finale gegen Gastgeber Marokko mit 1:0 nach Verlängerung. Für die WM 2030 kann das Turnier deshalb vor allem als aktueller Gradmesser für die Stärke der afrikanischen Nationalmannschaften dienen. Ein genauer Blick auf die anstehenden Spieltage lohnt sich im Spielplan der WM-2030-Qualifikation.
Fun Fact am Rande: Marokko schrieb bei der WM 2022 in Katar als erste afrikanische Mannschaft Geschichte und erreichte als erstes CAF-Team das Halbfinale einer Weltmeisterschaft. 2030 wird das Land als einer der drei Gastgeber erneut eine besondere Rolle spielen. Die WM wird allerdings nicht ausschließlich in Afrika ausgetragen: Neben Marokko sind Spanien und Portugal Hauptgastgeber, während Uruguay, Argentinien und Paraguay jeweils ein Spiel zum 100-jährigen WM-Jubiläum ausrichten.
Wer bei der WM 2030 aus Afrika neben Gastgeber Marokko an den Start gehen wird, lässt sich derzeit noch nicht anhand eines bestätigten CAF-Qualifikationssystems vorhersagen. DR Kongo, Gabun und Mali gehören zweifellos zu den Mannschaften, die man im Blick behalten sollte. Ein konkretes afrikanisches Playoff-Rennen zwischen diesen drei Nationen gibt es für die WM 2030 bislang jedoch nicht. Sobald FIFA und CAF den Qualifikationsweg offiziell festlegen, lässt sich das Rennen um die afrikanischen WM-Plätze genauer einordnen.