Kuriose WM-Rekorde: Von Blitztoren bis zu Ü40-Torschützen

Kuriose WM-Rekorde: Von Blitztoren bis zu Ü40-Torschützen

02.10.2026 05:47 WM 2030

Weltmeisterschaften schreiben seit 1930 Geschichten, die weit über sportliche Höchstleistungen hinausgehen. Manche Rekorde sind so skurril, dass sie bis heute für Staunen sorgen – und einige davon wirken nahezu unantastbar. Während der Fußball nach der WM 2026 bereits in Richtung des nächsten großen Turniers blickt und die WM 2030 Qualifikation langsam Fahrt aufnimmt, lohnt sich ein Blick zurück auf die kuriosesten Bestmarken der WM-Historie.

Beginnen wir mit dem wohl berühmtesten Blitztor: Am 29. Juni 2002 traf der Türke Hakan Şükür beim Spiel um Platz drei gegen Südkorea bereits nach elf Sekunden. Bis heute gilt dieses Tor als schnellster Treffer in der Geschichte einer Fußball-Weltmeisterschaft. Ironie am Rande: Şükür hatte in der gesamten Türkei-WM zuvor kein einziges Tor erzielt – und dann schrieb ausgerechnet dieser Moment Geschichte.

Am anderen Ende der Altersskala steht Roger Milla. Der Kameruner traf bei der WM 1994 gegen Russland im Alter von 42 Jahren und war damit der älteste Torschütze bei einer Weltmeisterschaft. Milla, der schon 1990 als „Oldie" mit seinen Eckfahnentänzen die Herzen der Fans eroberte, prägte damit gleich zwei Turniere und wurde zur Symbolfigur des afrikanischen Fußballs. Wer wissen möchte, welche Nationen sich für 2030 in Afrika Hoffnungen machen dürfen, findet dazu Details in der Übersicht zur afrikanischen Qualifikation.

Ein weiterer bemerkenswerter Rekord: Miroslav Klose ist mit 16 Toren der erfolgreichste WM-Torschütze aller Zeiten. Er löste 2014 im Halbfinale gegen Brasilien (dem historischen 7:1) Ronaldo als Rekordhalter ab. Kloses Konstanz über vier Turniere hinweg (2002 bis 2014) sucht ihresgleichen – bei jeder dieser WMs traf er mindestens einmal.

Kurios ist auch ein Torfestival aus dem Jahr 1982: Ungarn schlug El Salvador mit 10:1 – bis heute gilt dies als der höchste Sieg bei einer WM-Endrunde seit dem 9:0 Ungarns gegen Südkorea 1954 und dem 9:0 Jugoslawiens gegen Zaire 1974. Beim eingangs erwähnten Halbfinale Deutschland gegen Brasilien 2014 fielen zudem in nur sechs Minuten vier deutsche Tore – ein Tempo, das bei einem Halbfinale wohl niemand jemals erwartet hätte.

Und dann wäre da noch Antonio Carbajal aus Mexiko: Er war der erste Spieler, der an fünf Weltmeisterschaften teilnahm (1950 bis 1966). Diesen Rekord teilten sich später unter anderem Lothar Matthäus, Rafael Márquez, Gianluigi Buffon und Lionel Messi, der 2022 seine fünfte WM bestritt und den Titel holte.

Ein Fun Fact zum Schmunzeln: Der schnellste Platzverweis geschah 1986, als José Batista aus Uruguay gegen Schottland nach nur 56 Sekunden vom Platz musste. Und der bislang jüngste WM-Teilnehmer war Norman Whiteside (Nordirland), der 1982 mit 17 Jahren und 41 Tagen debütierte – jünger als Pelé damals 1958.

Apropos Pelé: Er bleibt der einzige Spieler, der dreimal Weltmeister wurde (1958, 1962, 1970). Ob dieser Rekord jemals gebrochen wird? Wohl eher nicht. Aktuell gibt es keinen aktiven Spieler der bereits zwei Weltmeistertitel inne hat. Letzte aktive Doppel-Weltmeister sind Cafu und Ronaldo (Brasilien), die 1994 und 2002 Weltmeister wurden.

Wer die aktuellen Entwicklungen rund um die kommenden Nationalmannschaften, Spielerformkurven und die FIFA-Weltrangliste verfolgen möchte, findet auf fussball-wm.eu regelmäßig neue Analysen. Denn eines ist sicher: Auch die WM 2030 in Spanien, Portugal und Marokko wird neue Rekorde und kuriose Geschichten schreiben.