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150.000 Volunteers bewerben sich schon jetzt für die WM 2018 in Russland
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Vijesti
150.000 Volunteers bewerben sich schon jetzt für die WM 2018 in Russla…
16.12.2016 17:00
2016-12-16 17:00:00
SP 2026
By Marcello Casal Jr/ABr, via Wikimedia Commons
Wer sich ein Ticket für die
WM 2018
nicht leisten kann oder bei der Vergabe dieser leer ausgeht,
kann dennoch an der WM in Russland teilhaben
. Die einfache Möglichkeit lautet da, sich als Volunteer (zu deutsch: Freiwilliger) in den Dienst der FIFA zu stellen. Schon länger betreiben die Veranstalter diesen Weg bei WM und EM und auch bei Olympia. Und das Angebot kommt bestens an. Schon jetzt, anderthalb Jahre vor Beginn der WM im Moskauer Luschniki-Stadion, liegen der FIFA
150.000 Bewerbungen
auf solche Tätigkeiten als Volunteer vor. Noch im September waren es "erst" 100.000 zumeist junge Leute gewesen, die sich beworben hatten.
Immenses Interesse an einer unbezahlten Tätigkeit
Die exakte Zahl der Bewerberinnen und Bewerber, die die FIFA kürzlich veröffentlichte, lautete damals 150.072 Menschen. Da die Bewerbungsphase noch weiterhin läuft, ist an deren Ende mit noch einmal deutlich mehr Interessenten zu rechnen. Die Bewerbung dafür steht allen offen, was in den heutigen Zeiten doch etwas heikel sein kann. Schließlich kann der Veranstalter FIFA unmöglich 150.000 oder mehr Menschen bezüglich ihres politischen Backgrounds prüfen. Und
viele der Volunteers erhalten Zugang zu den Veranstaltungsorten
, sind in jedem Fall mittendrin im Geschehen. Das einzige, was von den Kandidaten verlangt wird, ist online ein Formular auszufüllen und sich einen Einsatzbereich auszusuchen.
Volunteers zahlen Anreise und Unterkunft selbst
Werden sie für diese Tätigkeit ausgewählt, müssen sie sowohl Anreise als auch Unterkunft selbst zahlen - und müssen dann, wenn der Kern des Turniers stattfindet, wenn die Fußballspiele laufen, selbst arbeiten. Die Entlohnung besteht aus Verpflegung und kostenloser Nutzung des ÖPNV in den Ausrichterstädten. Ein klarer Vorteil natürlich für jene Bewerber, welche sich aus den Austragungsorten selbst oder deren Nähe bewerben. Hier entfallen beide großen Kostenfaktoren, weshalb auch
das Gros der Bewerber zur Zeit aus Russland selbst stammt
. In Bezug auf Ortskenntnisse und Sprachkenntnisse der Volunteers sicher ein Vorteil. Viel Zeit (und Geld) für Schulungen wird die FIFA nämlich nicht investieren.
Schlechte Erfahrung beim letzten großen Sportevent
Dass es allerdings nicht immer die reine Freude ist, als ein solcher Volunteer ein großes Sportevent zu begleiten, wurde zuletzt wieder bei den Olympischen Spielen von Rio de Janeiro deutlich. Damals hatten
Tausende Volunteers vorzeitig den Dienst quittiert
. Oft mussten sie
acht oder neun Stunden arbeiten, wurden währenddessen nur mit einem kleinen Snack verpflegt
. Und das, da sie doch kostenlos für den Veranstalter tätig waren. Die Zahl von 35.000 der 50.000 Volunteers stand später im Raum, die vor dem Ende der Spiele aufgehört hatten. Will die FIFA bei der WM 2018 in Russland nicht ähnliche Zahlen erleben, sollte sie die Arbeitsbedingungen dieser freiwilligen Helfer deutlich besser gestalten als das IOC in Rio de Janeiro.
Ob das gelingt, wird auch schon beim
Testlauf für die WM 2018 in Russland
, beim
Confed-Cup 2017
, deutlich werden. Auch für dieses, allerdings mit nur 8 Teams deutlich kleinere Turnier hat die FIFA bereits Volunteers rekrutiert, bzw. hier laufen die letzten Bewerbungsgespräche. Wer nicht in Russland lebt, wird dabei übrigens schlicht per Skype interviewt.
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