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Russland steigert den Etat und die Sicherheit zur WM
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Russland steigert den Etat und die Sicherheit zur WM
12.05.2017 18:00
2017-05-12 18:00:00
Opšte
Viele Stadien werden neu gebaut, einige werden renoviert. Hinzu kommen Investitionen in die Infrastruktur, wie beispielsweise Hotels und Straßen sowie in Sicherheitskonzepte. Kurz: Es ist nicht gerade billig, eine Fußball-WM auszurichten. Das spürt man gerade auch in Russland. Dort steigen die Kosten ein Jahr vor Beginn der WM 2018 weiter an.
Nun reagiert man in Russland von offizieller Seite und hat jüngst das Budget für die WM noch einmal erhöht. Es steht im Raum, dass der Budgetrahmen um umgerechnet 74 Mio. Euro nach oben geschraubt wird. Insgesamt beläuft sich das WM-Budget für Russland damit auf rund zehn Mrd. Euro. Der Ausrichter der WM 2018 macht damit einen Rückschritt der Budgetkürzungen vor einigen Jahren - die waren wegen der wirtschaftlich angespannten Situation in Russland beschlossen worden. Nun gibt es also die Entwicklung in die entgegengesetzte Richtung, wobei bestimmte Einsparmaßnahmen wohl weiterhin Bestand haben: Bei zwei
Stadien
wurde die Kapazität der Sitzplätze von ursprünglich 45.000 auf rund 35.000 Plätze reduziert; anstelle der ursprünglich anvisierten 48 Trainingsplätze für die WM-Teilnehmer werden nur noch 37 realisiert. Anstatt Rollrasen aus den Niederlanden zu importieren, wird nach heimischen Quellen gesucht, um keine Devisen ausgeben zu müssen.
In Sachen Sicherheit soll in Russland indes investiert werden. Schon zum Confed Cup, der Mitte Juni startet, soll ein umfassendes Sicherheitspaket umgesetzt werden, das dann auch zur WM 2018 in Russland greifen soll. Ziel des Paketes ist es unter anderem, die Stadien und deren Umgebung besonders zu schützen. Diesbezüglich hat der russische Staatspräsident Putin ein Dekret unterschrieben, in dem auch definiert wird, dass das Sicherheitskonzept zum
Confed Cup
bereits ab dem 1. Juni - gespielt wird ab dem 17. Juni - greifen soll. Auch zur WM 2018 soll schon einige Wochen vor den ersten Spielen mit besonderen Maßnahmen zur Steigerung der Sicherheit begonnen werden.
Man will sich damit vor möglichen terroristischen Anschlägen und vor Gewalt durch Hooligans schützen. Daher sollen Flugverbotszonen eingerichtet werden, besondere Verkehrsführungen ermöglicht werden und ein Alkoholverbot ausgesprochen werden.
In Sachen Budgetierung zur WM hat Russland sicher auch von den Olympischen Winterspielen in Sotschi vor wenigen Jahren gelernt - seinerzeit wurden mehr als 50 Mrd. Euro in die Spiele gepumpt - ein wirtschaftlicher Totalschaden für den Ausrichter. Unter rein wirtschaftlichen und rationalen Gründen sehen Kritiker auch die WM 2018 in Russland falsch platziert. Doch das ist einfach eine Theorie. Die WM 2018 wird dort gespielt und mit großer Wahrscheinlichkeit darf auch wieder ein Fußball-Fest erwartet werden. Sobald der Ball rollt, sind die Kosten und wirtschaftlichen Schwierigkeiten kurzfristig Nebensache. Das war auch 2010 in Südafrika und 2014 in Brasilien so. Unter reinen Nutzenaspekten kann man auch heute schon voraus sagen, dass auch die WM 2022 in Katar eine Katastrophe werden wird - da steht Russland nicht alleine da.
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