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Viele Entscheidungen beim FIFA-Kongress in Bahrain
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Viele Entscheidungen beim FIFA-Kongress in Bahrain
10.05.2017 18:30
2017-05-10 18:30:00
FIFA
Die Chance war da: Der Internationale Fußballverband FIFA hätte nach dem Abtreten von Sepp Blatter Schluss machen können mit Vetternwirtschaft, Bestechung und individueller Bereicherung. Die Chance war da, ebenso wie die vielen Absichtserklärungen. Wie ernst das Ganze gemeint ist, darf nun zumindest sehr stark angezweifelt werden.
Aktuell tagt die FIFA in Bahrain. Dort wurde nun alles daran gelegt, dass die Vorsitzenden der unabhängigen Ethikkommission entlassen werden. Der diesbezügliche Entscheid ist nur noch Formsache. Neu besetzt werden sollen die Posten mit eher Unerfahrenen. Das spielt dem aktuellen FIFA-Vorsitzenden Gianni Infantino in die Karten. Denn: Die bisherigen Chefermittler Hans-Joachim Eckert und Cornel Borbely hatten in der Vergangenheit mit ihren Ermittlungen ihre Unabhängigkeit unter Beweis gestellt. Damit haben sie bereits dafür gesorgt, dass sowohl Blatter als auch UEFA-Chef Michel Platini ihre Plätze räumen mussten. Nun rückten sie auch Infantino - aus seiner Sicht - bedrohlich nahe, so dass er jetzt dazu beitrug, dass die beiden Ermittler ihrer Tätigkeit nicht mehr nachgehen können.
Und sonst? Die FIFA plant in Bahrain auch die Zukunft der Weltmeisterschaften - es geht dabei weniger um die schon fast anstehende WM 2018 in Russland. Vielmehr wird die WM 2026 in den Fokus genommen. Das Turnier wird erstmalig mit 48 Teilnehmern ausgetragen. Nun wurde bereits definiert, dass davon 16 Teams aus Europa an den Start gehen werden. Bislang waren bei einer Teilnehmerzahl mit 32 Mannschaften noch 13 Plätze für europäische Teams reserviert.
Aus Afrika werden neun (bislang fünf), aus Asien acht (bislang 4,5), aus Nord- und Südamerika in Summe zwölf (bislang acht) Mannschaften und aus Ozeanien ein fester Teilnehmer (bislang 0,5) an dem Turnier teilnehmen. Weitere WM-Teilnehmer sollen in einem Qualifikationsturnier ermittelt werden, an dem Teams aus allen Kontinentalverbänden - außer aus Europa - teilnehmen können. Dieses Turnier könnte den
Confed-Cup
ersetzen, eine Generalprobe ein Jahr vor der WM darstellen und einen höheren sportlichen Reiz ausüben als der bisherige Confed-Cup - der wird von vielen Teilnehmern ja eher als notwendiges Übel betrachtet.
Es gab im Vorfeld der FIFA-Tagung Gerüchte, dass die Mammut-WM 2026 noch in dieser Woche vergeben wird. Da die
Weltmeisterschaft 2018
in Europa und die 2022 in Asien ausgetragen werden, könnte sie 2026 auf einem anderen Erdteil stattfinden. Die USA, Mexiko und Kanada wollen das Turnier gemeinsam ausrichten und sind damit auch die einzigen Bewerber für die WM 2026. Bis zum August sollen nun aber noch weitere Bewerber die Chance erhalten, ihr Interesse zu bekunden und sich um die Ausrichtung zu bewerben - es bleibt also spannend.
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