Salahs letzte Mission: Mit 38 Jahren zur WM 2030 – und Ägyptens nächste Generation drängt nach

Salahs letzte Mission: Mit 38 Jahren zur WM 2030 – und Ägyptens nächste Generation drängt nach

29.09.2026 12:30 Nationalmannschaft

Die WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko rückt näher, doch für Fußballafrika beginnt nun eines der spannendsten Kapitel der jüngeren Verbandsgeschichte: die Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2030, die in Spanien, Portugal und Marokko ausgetragen wird – mit den bekannten Jubiläumsspielen in Uruguay, Argentinien und Paraguay zum 100. Geburtstag des Turniers. Für die CAF-Nationen bedeutet das nicht nur sportliche Wettkämpfe auf höchstem Niveau, sondern auch die Chance, mit dem Gastgeber Marokko erstmals eine WM auf afrikanischem Boden zu sehen. Alle Infos zum Modus finden sich in der Übersicht der WM 2030 Qualifikation Afrika.

Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht dabei einmal mehr ein Name: Mohamed Salah. Der Ägypter, geboren am 15. Juni 1992, wäre zum Turnierstart 2030 bereits 38 Jahre alt. Nach seiner Rekordkarriere beim FC Liverpool – inklusive Champions-League-Sieg 2019 und Premier-League-Titeln – gilt Salah als einer der besten afrikanischen Spieler aller Zeiten. Ein WM-Titel oder auch nur ein Achtelfinaleinzug fehlt ihm bislang: Bei der WM 2018 in Russland schied Ägypten in der Gruppenphase aus, für 2022 gelang die Qualifikation nicht, und auch für die WM 2026 konnten sich die Pharaonen nicht durchsetzen. Es ist zu erwarten, dass die WM 2030 für Salah persönlich der letzte große Anlauf auf die Weltbühne wird – und dass Nationaltrainer und Verband alles daran setzen, sein Erfahrungspaket bis zum Turnier zu konservieren.

Sportlich stehen die Zeichen ordentlich: Ägypten gehört traditionell zu den stärksten Nationen im nördlichen Afrika und hat den Afrika-Cup siebenmal gewonnen – Rekord. In der FIFA-Weltrangliste rangieren die Pharaonen im afrikanischen Vergleich meist im oberen Mittelfeld, typischerweise zwischen Platz 4 und 8 des Kontinents. Neben Salah wird von Torhüter Mohamed El Shenawy und Verteidiger Ahmed Hegazi Führungsstärke erwartet. Gleichzeitig deutet sich ein Generationswechsel an. Namen wie Omar Marmoush, der zuletzt in der Bundesliga bei Eintracht Frankfurt für Furore sorgte, positionieren sich als natürliche Nachfolger im Angriff. Marmoush, Jahrgang 1999, wäre 2030 im besten Fußballeralter – und könnte, so die Erwartung vieler Beobachter, die Rolle des Hoffnungsträgers nahtlos übernehmen.

Der Modus der afrikanischen Qualifikation dürfte sich am bewährten Schema orientieren: Gruppenphase, in der die Gruppensieger direkt zur WM fahren, sowie Play-offs für die besten Gruppenzweiten. Wie viele Startplätze Afrika für 2030 exakt erhält, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschließend bestätigt – bei der 48er-WM 2026 waren es neun feste Plätze plus ein interkontinentales Play-off, und eine ähnliche Verteilung ist zu erwarten. Ein detaillierter Spielplan der Qualifikation wird nach der offiziellen Auslosung veröffentlicht. Wer den Überblick über alle Kontinente behalten will, findet ihn in der Übersicht zur WM 2030 Qualifikation.

Für Ägypten geht es dabei um mehr als nur um Tabellenpunkte. Ein Blick auf die Historie zeigt: Die „Pharaonen“ nahmen bislang dreimal an einer WM teil – 1934, 1990 und 2018. Ein vierter Auftritt 2030 wäre also ein historischer Meilenstein, gerade mit der symbolischen Kulisse einer WM in Marokko, wo tausende ägyptische Fans anreisen dürften. Auch die Konkurrenz aus Marokko (als Co-Gastgeber voraussichtlich direkt qualifiziert), Senegal, Algerien und Nigeria wird sich in Stellung bringen.

Fun Fact zum Abschluss: Sollte Salah 2030 tatsächlich auflaufen, wäre er einer der ältesten aktiven Feldspieler einer WM-Endrunde – ein Klub, in dem sonst vor allem Torhüter zu finden sind. Weitere Hintergründe und Analysen gibt es laufend in den aktuellen News.