
Nach der WM-Qualifikation geht es nun an die Planungen für das WM Turnier im kommenden Sommer. Wann finden die Spiele statt? Wo gibt es die begeehrten Karten? Ist die Sicherheit in Brasilien gewährleistet? Wir beantworten die wichtigsten Fragen.
Wo und wann findet die Auslosung der WM-Gruppen statt?
Am 6. Dezember, 17 Uhr, in Costa da Sauipe im Bundesstaat Bahia. Wir werden berichten. Die Auslosung ist das erste große Aushängeschlid des WM Gastgebers Brasilien. Rekordnationalspieler Lothar Matthäus wird neben anderen die Namen der Gegner ziehen, die in 8 WM Gruppen mit je 4 Mannschaften gegeneinander um den Einzug ins Achtelfinale kämpfen werden. Brasilien wird als Gastgeber traditioniell die WM eröffnen. Das Eröffnugsspiel findet am 12. Juni in Sao Paulo statt. Das Finale um den Weltmeistertitel findet am 13. Juli in Rio de Janeiero statt.
Wann finden die Spiele statt?
Je nach Spielort liegt Brasilien fünf oder sechs Stunden hinter der europäischen Zeit zurück. Von den insgesamt 48 Vorrundenspielen finden 18 Gruppenspiele um 18 Uhr, um 21.00 Uhr und 0.00 jeweils zehn, neun Partien um 22.00 und eines um 3.00 Uhr statt.
Die Achtelfinal- und Viertelfinalspiele finden um 18.00 Uhr bzw. 22.00 Uhr, Halbfinale und Spiel um Platz 3 um 22.00 Uhr statt. Das Finale wird um 21.00 Uhr angepfiffen. ARD und ZDF übertragen alle 64 WM Spiele live.
Wie sehen die Stadien aus?
Sechs der zwölf WM Stadien sind im Moment noch nicht fertiggestellt. Laut FIFA müssen die Stadien bis Dezember beendet sein. In Curitiba z.B. mussten die Bauarbeiten erst vor kurzem unterbrochen werden. WM-2014 berichtete.
Wie komme ich an Karten?
Bis zum heutigen Tag sind bei der FIFA mehr als sechs Millionen Kartenanfragen eingegangen. Die überwiegende Mehrzahl (70%) aus dem eigenen Land. In der ersten Verkaufsphase, die am 10. Oktober 2013, um 12:00 Uhr MEZ endete wurden insgesamt 6 164 682 Bestellungen für Tickets für die WM 2014 registriert.
Die begehrtesten Tickets waren diejenigen für das Endspiel am 13. Juli 2014 im Maracanã-Stadion (751 165 Bestellungen).
Die zweite Verkaufsphase beginnt am 5. November und dauert bis zum 28. November, die letzte am 4. April 2014. Bewerben können sich Fans ausschliesslich unter fifa.com/tickets. Die Preise beginnen ab 64 EUR. Da die Nachfrage das Angebot bei weiterm übersteigt werden die Ticket von der FIFA unter notarieller Aufsicht verlost.
Wie hoch ist die Kriminalität?
Insbesondere in den Großstädten, in denen auch die Stadien stehen, sind Diebstähle und Raubüberfälle häufig. Besonders betroffen sind die Favelas, die Armenviertel in Brasilien. Besonders am Abend sind Ausflüge oder Spaziergänge in diesen Gebieten nicht empfehlenswert. Teilweise werden diese Gebiete von Kriminellen kontrolliert. Bei Bewaffneten Auseinandersetzungen mit Polizei oder Armee fallen regelmäßig auch Unbeteiligte zum Opfer.
Was war der Grund für die vielen Prosteste?
Während der Generalprobe für die Fussball WM, dem Confed Cup versammelten sich allein in Rio 300.000 Menschen. Im gesamten Land waren es über eine Millionen. Die Polizei lieferte sich Straßenschlachten mit einigen Demonstranten.
Die Porteste sind jedoch keineswegs von Parteien oder Gruppierungen organisiert. Es ist ein Protest des Volkes für das Volk. Dabei geht es nicht um konkrete Forderungen, sondern um die vielen Defizite des Landes. Als die größten Probleme werden die Korruption und das schlechte Gesundheits- und Bildungssystem angesehen.
Dass es in Brasilien nur um Fussball geht ist ein Klischee. Den Braslianern ist eine gute Infrastruktur wichter als moderne Stadien und eine große Fussballshow. Bei den Spielen der Nationalmannschaft kommt es immer wieder zu Protesten. Der brasilianische Verband ist für seine Korruption bekannt.
Fifa-Boss Sepp Blatter wurde beim Eröffnungsspiel ausgepfiffen. Die Erhöhung der Bus- und Bahnpreise hat schlussendlich das Fass zum Überlaufen gebracht. Diese hätten insbesondere die arme Bevölkerungsschicht getroffen. Außerdem ist es äußerst miserabel.
Das Problem ist nicht unbedingt die Armut des Landes - Brasilien ist eigentlich ein eher reiches Land - vielmehr ist die Verteilung der Besitztümer das Problem des Landes.