Skip to content
Deutsch
English
Français
Bosanski
Italiano
Español
Português
Türkçe
News
All news
WC Qualification
National Team
FIFA
Teams & Players
Stadiums & Venues
WC Qualification
Overview
Europe
South America
North & Central America + Caribbean
Asia
Africa
Oceania
WC Quali Schedule
Live
WC 2026
Overview
WC Groups
WC Qualification
WC Schedule
Stats
Friendlies
WC Participants
WC Squads
WC Tickets
WC Stadiums
WC 2026 news
WC Ball
WC 2030
2030 World Cup overview
WC Qualification
2030 stadiums
World Ranking
World Cup History
Sperre bestätigt: Niersbach tritt aus UEFA und FIFA zurück
22.12.2016 11:00
2016-12-22 11:00:00
FIFA
Ralf Roletschek, via Wikimedia Commons
Wolfgang Niersbach hatte Einspruch gegen die von der Ethikkommission verhängte Sperre eingelegt. Dieser wurde
abgelehnt
. Der Ex-Präsident des DFB bleibt damit bis Mitte 2017 für alle Tätigkeiten im Fußball gesperrt. Zur Last gelegt wird ihm, dass er trotz besseren Wissens seine Kollegen im Präsidium des DFB nicht über die Existenz der ominösen Zahlung von 6,7 Millionen Euro informierte.
Die Sperre war schon vor einigen Wochen verhängt worden, aber die Entscheidung über Niersbachs Einspruch schwelte noch. Obwohl ihm jetzt noch eine letzte Einspruchsmöglichkeit vor dem internationalen Sportgerichtshof offen stünde, zog Niersbach die Konsequenzen aus der Sperre. Er
trat unverzüglich von allen Ämtern bei UEFA und FIFA zurück
.
Niersbach als Funktionär nicht mehr haltbar
Als Präsident des DFB war er schon im November 2015 nicht mehr haltbar gewesen, als er in einer
katastrophalen Verfassung
eine Pressekonferenz zu diesem gesamten Thema gab, bei der er
mehr verschleierte als dass Willen zur Aufklärung zu spüren gewesen
wäre.
Seit Beginn der Sperre ruhten auch seine Tätigkeiten in seiner Funktion als Mitglied des FIFA-Exekutivkommitees sowie jenem der UEFA. Dabei hätte er sogar zumindest theoretisch nach dem Ende seiner einjährigen Sperre wieder für die FIFA tätig sein können. Sein Mandat dort läuft noch bis ins Jahr 2019. Allerdings hatte wohl auch Niersbach eingesehen, dass er unter den gegebenen Voraussetzungen
nicht mehr als Funktionär im Weltfußball tragbar
war.
Grindel verweigert Unterstützung für Niersbach
Das äußerte sich auch darin, dass er auch keinerlei psychologische Unterstützung des amtierenden DFB-Präsidenten, Reinhard Grindel mehr erhielt. Niersbach war im Zuge der vermeintlichen schnellen Aufklärung der Krise durch Grindel und seine neuen Leute quasi zur
persona non grata
geworden. Natürlich ließ er nach Niersbachs Entscheidung die üblichen warmen Worte folgen, war aber am Ende wohl froh, dass Niersbach mit seiner Verwicklung in die WM-Affäre nicht mehr weiter als offizieller Vertreter des DFB tätig ist. Dabei ist die Affäre noch nicht annähernd aufgeklärt.
Neues Dokument entschlüsselt, aber ohne belastenden Inhalt
Erst in der letzten Woche verlautbarte die Staatsanwaltschaft in Frankfurt, dass sie eine verschlüsselte Datei des DFB mit dem hellhörig lassen werdenden Namen „Erdbeben“ öffnen konnte, die man beim DFB noch für nicht in angemessenem Zeitrahmen zu öffnen können glaubte. Dafür hätten die Mitarbeiter in Frankfurt nicht einmal einen Monat benötigt. Die Kanzlei Freshfield hatte mit mehreren Monaten an Entschlüsselungsarbeit gerechnet. Dabei handelte es sich lediglich um eine einfache verschlüsselte Word-Datei. Über ihren Inhalt wurde zuletzt zwar bekannt, dass dort keinerlei belastendes Material gefunden worden sei. Mit diesem Vorfall wurde aber erneut deutlich,
dass der DFB keineswegs alles in seiner Macht stehende unternommen hat, um die Angelegenheit aufzuklären
.
Wieso erhielt Jack Warner 1000 Top-Tickets für die WM 2006?
Das als „Warner-Datei“ bezeichnete Dokument ist - in der Presse - benannt nach Jack Warner, dem inzwischen lebenslang gesperrten FIFA-Funktionär. Vor einem Jahr wurde ein Vertrag bekannt, das Warner 1.000 Tickets der teuersten Kategorie für die WM vom DFB zusicherte.
Welche Gegenleistung der DFB dafür erhielt, ist bislang nicht geklärt.
Eine der
vielen noch offenen
Fragen in dieser WM-Affäre, die auch die neue Führung des DFB weiterhin in keinem guten Licht wirken lässt.
Top News